Abu Dhabi (dpa) - Vizeweltmeister Sebastian Vettel soll auch im kommenden Jahr mit Renault-Motoren den Angriff auf den Formel-1-Thron starten.
Das Magazin «auto, motor und sport» berichtete auf seiner Homepage, dass sich der Rennstall des österreichischen Milliardärs Dietrich Mateschitz und der französische Hersteller auf eine Fortsetzung der Zusammenarbeit verständigt hätten. Demnach fiel die Entscheidung der Teamleitung noch vor dem Doppelerfolg beim Saisonfinale in Abu Dhabi durch den Heppenheimer Vettel und Mark Webber aus Australien. Teamsprecherin Britta Roeske sagte der Deutschen Presse-Agentur dpa, dass momentan noch nichts bestätigt sei.
Mit einer Verlängerung der Red-Bull-Liaison mit dem Motoren-Lieferanten aus Frankreich wären auch alle Spekulationen beendet, dass Mercedes beim Vettel-Team einsteigt. Der mögliche Deal scheiterte dem Bericht zufolge auch an der Blockade-Haltung von Mercedes' Exklusivpartner McLaren. Die Briten hatten ihr Veto gegen eine Zusammenarbeit der Schwaben mit einem der größten Konkurrenten eingelegt. Noch immer ist nämlich unklar, ob Mercedes sein Engagement bei McLaren deutlich reduziert und dafür bei BrawnGP einsteigt. Das Warten auf Mercedes sei mit zu vielen Risiken verbunden gewesen, schrieb «ams».
Denn auch wenn die alte Saison gerade vorbei ist, laufen die Arbeiten am neuen Auto bereits auf Hochtouren. Die Informationen über den Motor für das kommende Jahr sind unerlässlich für die Kontruktion des neuen Chassis. Alles muss abgestimmt werden.
Und mit Renault fuhr Red Bull insgesamt ziemlich gut. Vier Siege für Vettel, zwei für Teamkollege Mark Webber, vier Doppelerfolge. Vettel fuhr auf Platz zwei in der Fahrerwertung, sein Team eroberte den Vize-Titel in der Konstrukteurswertung. Ein ganz wichtiger Faktor: Denn nach der Rangfolge bei den Teams werden die Einnahmegelder verteilt.
Gleichwohl lief es auch nicht immer wie geschmiert mit den Antrieben aus Viry-Chatillon. Auf der Zielgeraden der Saison drohten nach einigen Motorschäden Vettel die Aggregate schon auszugehen, doch dann startete die Gemeinschaft Red Bull/Renault wieder richtig durch.


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