Berlin (dpa) - Als nächster prominenter Tennis-Profi hat der Schotte Andy Murray sich nach dem Drogeneingeständnis von Andre Agassi vor den Amerikaner gestellt.
«Ich beurteile ihn als Tennisspieler. Er war großartig, einer der Besten aller Zeiten. Niemand will Drogen im Sport, aber jeder macht Fehler. Keiner der Spieler hat das erwartet», sagte Murray.
Er habe mit Agassi trainiert und ihn häufig getroffen, fügte der Vorjahresfinalist der US Open hinzu. «Er war unglaublich nett zu mir», betonte Murray. Agassi müsse die Drogen-Affäre mit sich selbst ausmachen. «Ich wünsche ihm das Beste», sagte der 22-jährige Murray. In der Vorwoche war ein Auszug aus Agassis Autobiographie bekanntgeworden, in der er zugibt, 1997 die Droge Crystal Meth geschnupft zu haben und nur durch eine Lüge einer Sperre durch Herren-Profi-Organisation ATP entgangen zu sein.
Boris Becker, Roger Federer und Rafael Nadal hatten schockiert auf Agassis Geständnis reagiert. Der Amerikaner Andy Roddick hatte dagegen erklärt, der 39-Jährige bleibe stets sein Idol. Er beurteile Agassi danach, wie er von ihm behandelt worden sei, meinte Roddick. Die Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA) hatte die ATP aufgefordert, Licht in die Affäre zu bringen. Der Vorfall aus dem Jahr 1997, als Agassi bis auf Platz 141 der Weltrangliste abgerutscht war, ist mittlerweile aber verjährt.




Kommentare 1 - 2 of 2
Konnte Agassi sich und u n s diese Enthüllungen seiner bewegten Vergangenheit nicht ersparen? Es nützt niemandem und schadet ganz sicher seinem Image...also : warum ?
Er hat diese Verfehlungen durch späteres untadeliges Verhalten mehr als wettgemacht.
Würde sagen : Jugendsünden - Schwamm drüber.
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