Vuelta - Wunden lecken bei Sturzopfern

Eurosport - Mi 02.Sep. 19:03:00 2009

Nach dem Massensturz auf der vierten Etappe haben viele Radprofis den Ruhetag zur Pflege ihrer Wunden genutzt. Knapp drei Kilometer vor dem Ziel war es in Lüttich auf nasser Straße zum Sturz gekommen, bei dem sich der Amerikaner Chris Horner vom Astana-Team die linke Hand brach und aufgeben musste.

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Für den Kroaten Robert Kiserlovski ist die Rundfahrt wegen eines Schlüsselbeinbruchs beendet. Björn Schröder erlitt nach Angaben des Milram-Teams vom Mittwoch außer Abschürfungen und Prellungen eine Gehirnerschütterung. "Beim Sturz ist sogar sein Helm gebrochen", erklärte Teamarzt Mark Schmidt.

Schröder wird an diesem Donnerstag zur fünften Etappe von Taragona nach Vinaros aber voraussichtlich ebenso antreten wie seine Kollegen Thomas Rohregger, Martin Velits und Dominik Roels, die mit Hautabschürfungen davonkamen.

Favoriten im Glück

Die Massenkarambolage verlief bei allen Schmerzen vergleichsweise glimpflich. Die Favoriten, darunter auch der Schweizer Spitzenreiter Fabian Cancellara, können weitermachen. Der nach einer Dopingsperre zurückgekehrte Alexander Winokurow musste vor dem abendlichen Flug nach Spanien mit fünf Stichen am linken Ellenbogen genäht werden. Der Spanier Ezequiel Mosquera, der auf seinem Rad von zwei Kollegen ins Ziel geschoben wurde, befürchtete einen Knöchelbruch, konnte seinen Fuß dann wieder bewegen und wird wohl auch weiterfahren.

Nach dem Sturz in einem Kreisverkehr erhob der Brite Roger Hammond vom Cervelo-Team heftige Vorwürfe. "Ich war in einer guten Position für den Sprint, aber ein Fahrer fuhr gefährlich schnell in den Kreisverkehr. Wenn alle mit der selben Geschwindigkeit durch eine Kurve fahren, kann nur ein echter Idiot denken, er könnte zehn Stundenkilometer schneller sein", schimpfte Hammond.

Pech für Ciolek

Genäht werden musste auch der Däne Jakob Fuglsang. Der Fahrer vom Team Saxobank war früher im Rennen gegen einen geparkten Anhänger geprallt. Dabei schlitzte ihm eine Radspeiche das linke Schienbein bis zum Knochen auf. "Komischerweise tut mir die rechte Seite weh, auf der ich gelandet bin", erklärte Fuglsang, der weitermachen will.

Gleich mehrfaches Pech hatte Gerald Ciolek, der schon 25 Kilometer vor dem Ziel zu Fall gekommen war, kurze Zeit auf der Straße liegen blieb und sich ins Hauptfeld zurückgearbeitet hatte. Der Massensturz hielt den Milram-Sprinter auf, so dass er alle Chancen auf seinen zweiten Etappensieg endgültig einbüßte. "Im Finale waren wir arg gebeutelt. Solche Tage gibt es leider im Radsport", sagte der Sportliche Leiter Ralf Grabsch.

Zudem wurde Ciolek mit einem Rückstand von 8:12 Minuten im Tagesklassement gewertet und fiel insgesamt vom dritten auf den 167. Platz zurück. Fast alle anderen Fahrer erhielten trotz ihrer Rückstände die selbe Zeit wie Tagessieger André Greipel, da sich der Sturz innerhalb der letzten 3000 Meter ereignet hatte. Daher blieb Cancellara in der Gesamtwertung vorn. Durch den Unfall hatte es plötzlich eine siebenköpfige Spitzengruppe gegeben, aus der sich Greipel am Geburtstag seiner Frau Tina den 16. Saisonsieg und das Trikot des Punktbesten sicherte. "Zum Glück war ich in der richtigen Position", sagte Greipel.

TV-Tipp:

Verfolgen Sie die Vuelta a España ab dem 29. August hautnah mit allen 21 Etappen von Assen in den Niederlanden nach Madrid in unseren ausführlichen TV-Übertragungen, mit dem Eurosport Player oder im Live-Ticker bei eurosport.yahoo.de.

dpa / Eurosport

Kommentare 1 - 11 of 11

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  1. der mit bart auf dem dach ist mariano rajoi vors des pp­ partido popular

    Von pu.vini, am Fr 4.Sep. 17:11
  2. lalilu nur der Mann im Mond schaut zu, wie die kleinen­­ Nadeln stechen, drum schlaf auch du
    Hasta luego!

    Von Oberdoper, am Fr 4.Sep. 15:36
  3. hmm, warum bekommt ciolek zeit aufgebrummt, wenn er­ doch mit dem rest bei km 3 stürzt ?

    Von Dennis, am Do 3.Sep. 15:04
  4. welch ein schwachsinn wenn er sich herran gekämpft­ hatte in in der selben großen gruppe stürzt wie alle­ anderen hat er ja wohl auch die zeit genau so zu­ kriegen wie alle anderen ich finde das mal wieder­ wahrer beschiss an einen fahrer der mal echte chancen­ hatte in der gesamtwertung den großen namen in die­ suppe zu spucken

    Von steffi, am Do 3.Sep. 8:53
  5. Warum regen sich hier einige so über Radsport auf??­ Schaltet doch um wenn es Euch nervt.

    Von Bernd, am Mi 2.Sep. 22:07
  6. sag ich doch, alles Kaschperletheater.
    Aber alle freuen­ sich über die Verteilung der Gummiwürste aus dem­ Werbekonvoi.
    Schade, ich hätt gern auch so`ne Wurst,­ hab aber keine Zeit, mich an die Piste zu stellen.
    Aber­ ich bastel mir so`n Ding. Da kann ich hier am Nachtopf­ winken.
    Derweil können sich die Radlfahrer die­ Spritzenlöcher lecken.
    Scheißspiel diese Touren.­ Aufhören damit!
    Erst fuhr nur Valverde allein in den­ Wald, jetzt fallen die Dops gemeinsam auf die­ Schnauze.
    Prima, wie die eurosport-Dauerquatscher sich­ immer wieder motivieren, diesen Mist noch zu­ kommentieren.

    Von joshi48, am Mi 2.Sep. 21:44
  7. Warum gibt's hier kein Video von Greipel bei der­ Siegerehrung mit dem Trikot des Punktbesten???

    Von Jens S, am Mi 2.Sep. 17:20
  8. Warum bekommt Ciolek soviel Zeit aufgebrummt?
    Entweder­ er hat sich wieder herangekämpft wie oben beschrieben,­ dann sollte er auch die gleiche Zeit bekommen. Oder wo­ war er zum Zeitpunkt des Sturzes?

    Weiss jemand mehr?

    Von Jens S, am Mi 2.Sep. 17:19
  9. also das glaube ich muss man sich eigentlich nicht­ angucken besonders nicht das von fugelsang...

    Von Donato, am Mi 2.Sep. 16:24
  10. Gibt es überhaupt ein Video, in dem der Sprint des­ gestrigen Etappe gezeigt wird.

    Von Philipp F, am Mi 2.Sep. 15:53
  11. Hammond sehr gut mach weiter so =)

    Gibt es denn ein­ Viedo wo Fulgesang gestürzt ist? hört sich echt­ dramatisch an=(

    Von schnyders13, am Mi 2.Sep. 15:44
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