Eurosport - Mi 02.Sep. 14:43:00 2009
Columbia-Sprinter André Greipel hat die vierte Etappe der Vuelta gewonnen. Am Ende des 225 Kilometer langen Teilstücks von Venlo nach Lüttich verwies Greipel den Belgier Wouter Weylandt und seinen Teamkollegen Bert Grabsch auf die Plätze. Fabian Cancellara verteidigte seine Gesamtführung.
Der deutsche Etappensieger profitierte dabei von einem Massensturz, in den knapp drei Kilometer vor dem Ziel fast das gesamte Fahrerfeld verwickelt war. An achter Position liegend war ein Vacansoleil-Fahrer beim Durchfahren eines Kreisverkehrs weggerutscht.Keiner der nachfolgenden Kollegen hatte eine Chance auszuweichen und so lagen innerhalb von Sekunden-Bruchteilen rund 50 Mann auf der Straße.
Lediglich vier Columbia- und drei Quick Step-Profis kamen ungeschoren davon und konnten in Richtung Ziel durchziehen. Dort hatte Greipel dann keine echte Konkurrenz und gewann nach Vorarbeit von Grabsch und Marcel Sieberg mit großem Vorsprung.
"Ich hatte Glück, weit vorne platziert gewesen zu sein, so war ich nicht in den Sturz verwickelt", schilderte Greipel das dramatische Finale. "Ich widme diesen Sieg meiner Frau Tina, die heute Geburtstag hat", so der 27-Jährige nach seinem 16. Saisonsieg. Er verbesserte damit seine Marke von 15 Triumphen aus dem Vorjahr. Der Coup in Lüttich war aber der prestigeträchtigste dieser Saison - nun hat Greipel nach einer Giro-Etappe auch ein Teilstück der Spanien-Rundfahrt für sich entschieden.
Sturz-Regel rettet Favoriten
Spitzenreiter Cancellara, der ebenfalls zu Boden gegangen war, verteidigte seine Gesamtführung dank der Drei-Kilometer-Regel: Bei Stürzen innerhalb dieser Distanz zum Ziel erhalten alle Fahrer die gleiche Zeit. Mehr als fünf Minuten nach Etappensieger Greipel rollte der Schweizer schließlich gemeinsam mit seinen Teamkollegen Andy Schleck, Stuart O'Grady und Matti Breschel mit grimmiger Miene über den Zielstrich.
Schlimmer erwischte es den Vuelta-Vierten vom Vorjahr, Ezequiel Mosquera, und Astana-Fahrer Christopher Horner. Der Amerikaner blieb nach dem Sturz mit schmerzverzerrtem Gesicht und blutender Nase liegen. Ob er die Vuelta fortsetzen kann, ist genau wie bei Mosquera nicht sicher. Denn der Xacobeo-Kapitän setzte sich zwar wieder auf sein Rad, tat aber keinen Tritt mehr, sondern wurde von zwei Teamkollegen ins Ziel geschoben.
Roels trotz dem Regen
Zuvor hatten mehrere Ausreißergruppen im Dauerregen das Renngeschehen bestimmt. Wie bereits am Vortag konnte der Niederländer Lars Boom früh eine Gruppe um sich versammeln, aus der heraus er alle drei Bergwertungen des Tages gewann. Booms Begleiter waren Sergey Lagutin, Javier Ramirez und Dominik Roels. Der Deutsche, der später als Letzter der Gruppe vom Feld eingeholt werden sollte, bekam im Finale Begleitung von Lieuwe Westra. Aber auch dieses Duo konnte sich 15 Kilometer vor dem Ziel am Saint-Nicolas-Anstieg nicht mehr gegen das Feld wehren und wurde gestellt.
Neben der berühmten Rampe, die Jahr für Jahr auch beim Ardennen-Klassiker Lüttich-Bastogne-Lüttich auf dem Programm steht, passierte das Feld im Verlauf der Etappe auch den Cauberg zweimal - den Schlussanstieg des Amstel Gold Races.
Am Mittwoch steht bei der Vuelta der erste Ruhetag auf dem Programm. Nach dem Transfer nach Spanien bietet sich den Gestürzten also die Möglichkeit, ihre Verletzungen ausgiebig zu versorgen. Die fünfte Etappe führt dann am Donnerstag über 174 Kilometer von Tarragona nach Vinaròs.
TV-Tipp:
Verfolgen Sie die Vuelta a España ab dem 29. August hautnah mit allen 21 Etappen von Assen in den Niederlanden nach Madrid in unseren ausführlichen TV-Übertragungen, mit dem Eurosport Player oder im Live-Ticker bei eurosport.yahoo.de.
Kommentare 1 - 19 of 19
"Sinkewitz, der einstige Doper, der hinterher den Kronzeugen gab und damit tiefe Einblicke in das Metier, der den damaligen T-Mobile-Kollegen Andreas Klöden, Sechster der Tour 2009, vor Ermittlern und Kommissionen des Blutdopings bezichtigte, weil er eben nicht mehr lügen will - dieser Patrik Sinkewitz hatte es tatsächlich gewagt, auf der Königsetappe der Sachsen-Rundfahrt früh zu attackieren, hatte es gewagt, 150 Kilometer allein voraus zu fahren und auch noch zu gewinnen!
Und was geschah: 21 Verfolger kamen wegen seiner Zähigkeit verspätet ins Ziel, sie klatschten dem Sieger Sinkewitz ironisch Beifall und verzichteten sogar auf den Sprint um Rang zwei. Ein stiller Affront gegen einen Nestbeschmutzer. "Die Aktion gereicht den Radprofis nicht zur Ehre. Zum Glück reagierten die Zuschauer anders", meldete das Verbandsblatt Radsport angemessen angewidert."
"Nach seinem Gesamtsieg in Sachsen habe er einige der Boykotteure ja angesprochen, ob sie ein Problem mit ihm hätten. "Aber wenn du die ansprichst, wie einen André Greipel - da kommt ja dann gar nix. Keiner hat einen @#$% in der Hose."
was hat den greipel bei der sachsentour gemacht
kann es mir vielleicht einer sagen?
@schnyders13: er ist in den LKW reingefahren
was ist den mit Fulgesang passiert
jakob fuglsang wars
Das Niveau in allen Yahoo-Foren ist das gleiche - warum sollte es also hier besser sein ?
haben die keine Regenreifen?
Hab ich nicht entziffern, war Heli Perspektive und ohne Wiederholung. Einer der das Feld verlässt, nach rechts wegfährt, (an)bremst und dann noch gegen den LKW stösst und umfällt...
ne wer war das?
Hab ihr den gesehen, der in den (stehenden) LKW reingefahren ist???
@Thomas: ja, die Aktion war schon sehr merkwürdig. Das macht ihn nun einmal hochgradig verdächtig.
@tobispitz Am schlimmsten ist immernoch Gerdemann mit seiner Position auf dem Rad ;)
wen interessieren diese doper schon?
Wirklich schade ... ich hätte es Andre "Omerta" Greipel nach seiner Aktion bei der Sachsentour wirklich gegönnt keinen einzigen Sieg mehr einzufahren ...
Schade, heute keine Zusammenfassung auf Eurosport am Abend! Nur US Open 1. Runde
Mein Gott gehen mir diese doofen Schreiber auf den Geist. Lehrnt erst mal radfahren.
charles t.:
Nein, hat er nicht. Er ist einfach nur ein vollgespritzer Affe, der im Zoo einen Laptop geklaut hat.
@charles t
lass den typen einfach links liegen. er isn spasti....... hat von radsport/anderem sport keine ahnung!
typisch sensationsgeile presse, anstatt eine vernünftige kurzfassung der etappe in die videosektion zu stellen, werden nur die stürze gezeigt...ziemlich arm....
Glückwunsch Greipel, aber was war das denn für ne etappe alter...
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