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Webber wünscht sich Verbleib in Silverstone

Mi 02 Jul, 15:56 Uhr


Spätestens seit der Schlammschlacht im Jahr 2000 übt Formel-1-Promoter Bernie Ecclestone immer wieder öffentlich Kritik an den Anlagen in Silverstone - die Zuschauerkapazität passt ihm ebenso wenig wie der Zustand des Boxenkomplexes und von den inzwischen zumindest ein wenig verbesserten Anfahrtswegen, auf denen es regelmäßig staut, will er schon gar nicht mehr reden.

Doch der britische Rennfahrerklub BRDC unter Präsident Damon Hill, dem die Strecke gehört, unternimmt alles, um Ecclestones Wünsche auch ohne finanzielle Hilfe seitens der Regierung zu erfüllen. Das ist gar nicht so einfach, denn die meisten anderen Strecken erhalten staatliche Gelder, aber seit Ecclestones umstrittener Parteispende an Tony Blairs Labour-Fraktion im Jahr 1997 ist das Verhältnis zwischen Formel 1 und Politik auf der Insel angespannt.

Zweites Heimrennen für Webber

Mark Webber, der unweit von der Strecke entfernt lebt, hofft, dass das Rennen trotzdem nicht gestrichen wird: "Für mich ist es nach Melbourne mein zweites Heimrennen", schrieb er in seiner Kolumne für die 'BBC'. "Als ich von Australien nach England gezogen bin, war Silverstone mein erstes Rennen. Ich habe dort in der Formel Ford gewonnen, in der Formel 3000 und in der Sportwagen-WM und in der Formel 3 war ich auf Pole-Position. Und ich lebe nicht weit weg."

Ein Dorn im Auge wäre ihm vor allem, Silverstone wegen eines weiteren Events fernab von Europa, bei dem es nur ums Geld geht, zu streichen: "Ich hoffe, dass wir so viele traditionsreiche Austragungsorte wie möglich behalten können. Wir müssen mit der Zeit gehen und dort fahren, wo der Sport wächst, aber wir haben schon Imola, Suzuka und andere Strecken verloren. Wir können es uns nicht leisten, auch noch Silverstone, Monza und Spa zu verlieren."

Webber versteht Kritik an Silverstone nicht

Fest steht für den Red-Bull-Piloten, dass es auch aus wirtschaftlicher Sicht eine ganz schlechte Idee wäre, Großbritannien keinen Grand Prix mehr zu geben, schließlich ist im Raum um Silverstone die halbe Formel-1-Industrie angesiedelt: "Wir brauchen einen britischen Grand Prix - alleine schon wegen seiner Geschichte und wegen der Industrie. Die Veranstaltung ist einfach tief verwurzelt", so Webber.

Und abschließend betonte er: "Es ist mir egal, wo in Großbritannien wir fahren, aber Silverstone ist vielleicht der beste Austragungsort. Silverstone wird von Bernie oft kritisiert, aber als ich bei der Rückreise von Bahrain dort war, war ich einfach überwältigt. Alles war erstklassig hergerichtet. Der Rasen war wunderschön gemäht, die Flaggen waren alle frisch gedruckt. Da habe ich mir gedacht: 'Wow, sie strengend sich wirklich an!'"

(Motorsport-Total.com)

 

Kommentare 1 - 1 of 1

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  1. Ich denke, es gibt genügend andere Rennstrecken in Großbritannien die einer Formel 1 Austragung würdig wären. Trotzdem würde ich auch dort persönlich ein Rotationssystem ähnlich des deutschen Rennens begrüssen. Einziges Problem wäre selbstverständlich die Aufbereitung der Strecken, aber das muss in Donington ja sowieso erledigt werden.
    Silverstone vollständig zu streichen wäre schade um die Strecke und Historie, aber etwas Abwechslung könnte nicht schaden.

    Und gerade Ecclestone der früher den sehr geliebten Großen Preis von Brasilien in Rio abgezogen hat in Richtung der vergleichsweise gehassten Umgebung von Sao Paulo nimmt sich das Recht über Silverstone zu meckern? Wenn er meint...

    Und den Großen Preis von Großbritannien ganz zu streichen wäre nonsens....

    Von Schokokeksdosenpfand, am Di 29.Jul. 15:25
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