French Open - Kerber kann in Paris "alles" erreichen
Sa 02.Jun. 13:43:00 2012
Im letzten Jahr schied Angelique Kerber in Roland Garros noch in der ersten Runde aus, doch in diesem Jahr ist die 24-Jährige kaum zu stoppen. Fed-Cup-Chefin Barbara Rittner traut Kerber "alles" zu, doch diese zählt sich noch nicht zum Favoritenkreis und denkt weiterhin von Spiel zu Spiel.
Weitere Links
- Fantastisch! Kerber im Achtelfinale
- Görges will "nicht zu wild sein"
- Haas: "Last German standing"
- Scharapowa schnell, Radwanska raus
- Federer müht sich ins Achtelfinale
- Buntes - Nadal lässt sich nicht veräppeln
- French Open (3. Rd.): Highlights der Frauen
- French Open (3. Rd.): Highlights der Männer
- Alle News zu den French Open
Angelique Kerber will in Paris hoch hinaus: Am Samstag wollte Deutschlands Top-Tennisspielerin rauf auf den Eiffelturm. Die Kielerin genießt dieser Tage ihre Zeit in der französischen Hauptstadt. Im Gegensatz zum Vorjahr, als sie nach der frustrierenden Erstrunden-Pleite gegen die harmlose Rumänin Edina Gallovits-Hall die Talsohle ihrer Karriere erreicht hatte.
Nun steht sie als gereifte, mental starke Weltranglisten-Zehnte mit riesigem Kämpferherz erstmals im Achtelfinale der French Open. Und wenn sie am Sonntag auch noch die ungesetzte Kroatin Petra Martic schlägt? Dann traut Bundestrainerin Barbara Rittner ihr "alles" zu.
Die US-Open-Halbfinalistin selbst will lieber nichts über ihre Favoritenrolle gegen Martic oder gar ihre guten Halbfinalchancen nach dem Aus von Mitfavoritin Agnieszka Radwanska hören: "Ich lass es nicht an mich ran, aber ich weiß, was ich kann." Zunächst einmal empfindet sie die Runde der besten 16 als "großen Erfolg, weil Sand eigentlich bis jetzt nicht so mein bester Belag war". Das ist 2012 anders, wie sie schon mit der Semifinalteilnahme in Rom unterstrich.
Über Fitness zum Erfolg
In Paris zeichnet die 24-Jährige bisher aus, dass sie äußeren Widrigkeiten und spielerischen Hängern in der Art einer echten Spitzenspielerin trotzt. Das sah man in ihrem Match gegen die unbequeme Italienerin Flavia Pennetta in der Dämmerung über dem Bois de Boulogne. Kerber wurde erst nach schier endlosem Warten - und Beyoncé und Rihanna auf ihrem iPod in der Dauerschleife - um 19.35 Uhr auf den Platz geschickt.
Sie spielte damit wie tags zuvor Tommy Haas gegen die drohende Dunkelheit. Zudem lag sie dann auch noch einen Satz zurück. Am Ende gewann sie aber nach einem "geilen Fight" (Rittner) 4:6, 6:3, 6:2. Mit einer 14:0-Bilanz ist Deutschlands neue Nummer eins die Dreisatz-Königin des Jahres.
"Ich hatte Vertrauen zu mir und meinen Beinen", meinte Kerber über das "physisch sehr harte Match. Wir saßen beide in der Umkleide und waren platt". Ihre neue Fitness, hart erarbeitet in der Waske/Schüttler-Akademie in Offenbach, ist ein großer Erfolgsfaktor. Hinzu kommt - wie Rittner meint - ein "sehr gutes verlässliches Team, das sie sich aufgebaut hat, in dem sie sich wohlfühlt und in dem alle sie sehr gut kennen". Die eher introvertierte, "Angie" wird wieder von ihrem Coach aus Kindertagen auf der Tour begleitet: Torben Beltz aus Itzehoe in Schleswig-Holstein, der auch schon Mona Barthel trainiert hat. Mentalcoach Holger Fischer stärkt ihre Psyche weiter. Manager Aljoscha Thron hält ihr den Rücken frei.
Stärke: Schnelles Umschalten
Eine von Kerbers Spezialitäten ist es auch, Matchbälle abzuwehren und dann noch Partien zu gewinnen. Das gelang der diesjährigen Siegerin des Pariser Hallenturniers und von Kopenhagen 2012 bereits viermal. Die unbändige Kämpferin kann beeindruckend aus der Defensive in die Offensive umzuschalten, ihr Linkshänder-Spiel clever einsetzen - und sie verfügt über das größte Talent aus der aufstrebenden Truppe der deutschen Spitzenspielerinnen. Ihre oft waghalsig erscheinenden Stopps in wichtigen Situationen spielt sie "aus dem Gefühl heraus".
Dem Höhenflug der rapide gereiften Schleswig-Holsteinerin scheinen keine Grenzen gesetzt. Allerdings ist der Name der Newcomerin noch nicht jedem im Tennis-Zirkus geläufig. In der ersten Runde nannte sie der Schiedsrichter Nicholas Stellabotte hartnäckig "Angelika".
VIDEO - French Open (3. Rd.): Kerber-Pennetta
French Open : hlts Kerber
TV-Tipp:
Eurosport präsentiert Ihnen bei den French Open ein Live-Paket der Extraklasse. Vom 27. Mai bis 10. Juni berichten Eurosport, Eurosport 2 und Eurosport HD mehr als 200 Stunden live aus Roland Garros. Dazu können Sie den Sandplatz-Klassiker live im Eurosport Player (

Kommentare 11 - 31 of 31
alles erreichen konnten laut deutcher presse haas und görges und viele andere auch, bloß wir warten da seit jahren schon auf ein vernünftiges ergebnis, dem großen gerede vorher , entsprechend
@mia san mia, am Sa 2.Jun. 19:19 : Da gebe ich dir recht, ohne Polinnen geht nix mehr in Deutschland. Ist die Angela Merkel nicht auch so eine wie die Angela KERBER ....????
Gratulation an A. Kerber - wirklich klasse Leistung. Was mir jedoch bei der Kommentation von Mats Wilander aufgefallen ist - er ist sehr kurz angebunden, wenn es um die Leistungsbewertung von Angelique geht. Ich fand ihn gestern abend richtig abweisend - nur eben was sagen, weil er das musste!
@Michael Aal, am Sa 2.Jun. 19:41 : Neeeeeeeeeeeee! Versuch mal um 1 uhr 30 vom Arc de Triomphe nach Chamognolles zu kommen ....
Ich könnte in Paris auch alles erreichen,mit der Metro ;-)
Ohne Polinnen gäbs auch keinen Deutschen Meister , keine BILD und keine Brötchen morgens. Das ist die Wahrheit !
"alles" ....??? oh,Gott , meinst du das etwa sexuell ?????? DAS IST NE KATHOLISCHE FRAU, die ENGELSGLEICHE POLIN !
@MastDarm, am Sa 2.Jun. 17:02 : seit wann können Dickdärme denken ????
Armes Deutschland ... was wärst du ohne deine Polininnen : Tennis, Altenpflege, Spargelschälen, Peepshow, Poldi, Putzen, Bügeln, Waschen... Vivat Polonia . Siehe Dortmund.
ede45e195: Danke für Deinen Post. Du hast meine Gedanken niedergeschrieben.
"alles" ....??? oh,Gott , meinst du das etwa sexuell ?????? DAS IST NE KATHOLISCHE FRAU !
Ohne Polinnen gäbs auch keinen Deutschen Meister , keine BILD und keine Brötchen morgens.
Armes Deutschland ... was wärst du ohne deine Polininnen : Tennis, Altenpflege, Spargelschälen, Peepshow, Poldi, Putzen, Bügeln, Waschen... Vivat Polonia . Siehe Dortmund.
Zumindest denkt Kerber vom Match zu Match. Ist auch besser so. Sie hat nämlich noch nie gegen Martic gewonnen, gegen Kuznetsova auch nicht, und gegen Azarenka und Stosur sowieso nicht. "Dieser Weg wird kein leichter sein..."
Also, sie hat schon besser abgeschnitten als jemals zuvor. Das Minimalziel also erreicht. Wenn sie das VF erreicht, entspricht das ihrer Position in der Weltrangliste, und das wäre schon ziemlich gut. HF oder mehr dann schon die Kür. Ich glaube nicht, das sie 2012 das Turnier gewinnen kann, denn Azarenka, Sharapova, Kvitova sind m.E. noch immer besser, obwohl auch alle schlagbar. Angelique ist aber inzwischen kein Geheimtipp mehr, und ein HF wäre weniger überraschend als bei den US Open 2011. Da ich sie und Petkovic in etwa mit Hanika, Bunge, Kohde-Kilsch oder Huber vergleiche, wäre auch mal ein Finale und mit etwas Glück ein GS-Titel drin, aber das wäre dann auch der Gipfelpunkt der Karriere.
@ede: Das wir beide es änlich sehen und formulieren liegt wohl daran, das wir sie beide realistisch betrachten. Man braucht keine rosa Brille, um auf Niveau AF/VF zu sehen, und auch HF ist bei Licht betrachtet keine Überraschung, aber wäre schon etwas besser als ihr relativer Stand zu den andern der Spitze andeutet, also schon eine Kürleistung. Neben den drei genannten ist auch Kusnetzova eine Favoritin Li ist m.E. schlechter als Kerber, aber sie zeigt, das beim Ausfall der Favoriten mit Glück ein GS-Turniersieg drin ist.
okay, muss aber auch sagen, dass ich HF azarenka-kerber und nali-scharapova vorher getippt habe....und nimmt auch schon immer mehr kontur an. würde kerber vlt auch finale uu zutrauen. wäre aber schon ein riesending....vika/stosur schlagen,noch kein 2-wochen-turniere unter druck gespielt. auch hat kerber noch kein master-finale erreicht. die situation wäre auf alle fälle neu. wenn sie das finale schafft, wäre dass wohl ihrem gutem team zuzuschreiben. dass das fed-team derart versagt hat und gar nichts reisst, darf man dann aber auch dem team drumherum zuschreiben. für rittner sieht es sogar so aus: wenn kerber ins finale kommt, darf sie mal erklären, warum das im fedtem nicht klappt, "unerfahrenheit" zum sieg zu führen. angies team geht sehr gut damit um, im gegensatz zu rittner!!!!!
@Ingo. Nehme mir die ähnliche Wortwahl nicht übel. Ich hab nicht abgekupfert. Haben parallel geschrieben (und ich finde es amüsant, dass wir das gleiche schreiben ;D)
@Mastdarm: ...hat es in sich. Die Rittnersche ist wohl eher der Ikarus im Tennis. Obwohl ich sagen muss, dass Angie hier echt perfekte Voraussetzungen für einen Halbfinaleinzug hat. Martic sollte keine allzu große Hürde darstellen und Kuznetsova/Errani sind eigentlich auch zu schlagen auch wenn beide exzellente Sandplätzlerinnen sind. Ich glaube aber, dass Angelique das Zeug hat beide zu schlagen. Im Halbfinale wären dann Stosur/Azarenka die wahrscheinlichen Gegnerinnen... Da sollte aber auch Schluss sein. Wie auch immer. Achtelfinale ist doch für die Nr.10 der Welt im Rahmen von dem, was sie laut ihrer Weltranglistenposition erreichen sollte. Im Soll liegt sie. Viertelfinale sollte drin sein. Die Kür wäre natürlich der Halbfinaleinzug. Mal sehen wie sie sich schlägt.
Also, sie hat schon besser abgeschnitten als jemals zuvor. Das Minimalziel also erreicht. Wenn sie das VF erreicht, entspricht das ihrer Position in der Weltrangliste, und das wäre schon ziemlich gut. HF oder mehr dann schon die Kür. Ich glaube nicht, das sie 2012 das Turnier gewinnen kann, denn Azarenka, Sharapova, Kvitova sind m.E. noch immer besser, obwohl auch alle schlagbar. Angelique ist aber inzwischen kein Geheimtipp mehr, und ein HF wäre weniger überraschend als bei den US Open 2011. Da ich sie und Petkovic in etwa mit Hanika, Bunge, Kohde-Kilsch oder Huber vergleiche, wäre auch mal ein Finale und mit etwas Glück ein GS-Titel drin, aber das wäre dann auch der Gipfelpunkt der Karriere.
Bitte melden Sie sich an.
Kein Yahoo!-Nutzer? Kostenlos Registrieren.