Eurosport - So 03.Mai. 01:53:00 2009
Titelverteidiger ZSKA Moskau und Panathinaikos Athen spielen in Berlin um die Vereinskrone im europäischen Basketball. Panathinaikos besiegte im Euroleague-Halbfinale den griechischen Erzrivalen Olympiakos Piräus 84:82 (43:41). ZSKA setzte sich 82:78 (32:36) gegen den FC Barcelona durch.
Damit erreichten die Moskauer zum vierten Mal in Folge das Finale und greifen am Sonntag (20.00 Uhr/Eurosport) schon nach ihrem siebten Europa-Championat. Panathinaikos war bisher viermal Sieger, zuletzt daheim vor zwei Jahren gegen ZSKA.
Vor und während des griechischen Derbys blieb es rings um und in der Halle ruhig. Beide Fan-Gruppen beschränkten sich auf stimmgewaltige Gesänge. Die "Grünen" aus Athen erzielten die ersten sieben Punkte und behaupteten dank ihrer Überlegenheit unter den Körben eine Halbzeit den Vorsprung, ehe sich die "Roten" nach dem Wechsel beim 46:43 erstmals die Führung erarbeiteten.
Panathinaikos war in einer Partie mit etlichen spektakulären Aktionen stärker und setzte sich im letzten Viertel bis auf 73:65 ab. Zwölf Jahre nach dem einzigen Europaliga-Sieg und der ersten Endrunden-Teilnahme seit 1999 kämpfte Piräus aber bis zum Schluss um seine Chance und glich noch einmal zum 82:82 aus.
Trotz schlechtem Start souverän
Der Montenegriner Nikola Pekovic erzielte den entscheidenden Korb und war mit 20 Punkten bester Werfer beim Sieger. Der Amerikaner Mike Batiste war mit 19 Punkten am Korb ebenfalls kaum zu stoppen, auch der griechische Aufbauspieler Vassilis Spanoulis und der Litauer Sarunas Jasikevicius mit je 18 Punkten hatten großen Anteil am Erfolg. Für Olympiakos traf US-Regisseur Lynn Greer mit 18 Punkten am besten.
Barcelona führte schnell 17:6 und hoffte sechs Jahre nach dem bislang einzigen Europaliga-Titel erneut auf das Finale. "Wir hatten einen furchtbaren Start. Ich hatte so etwas schon befürchtet. Aber wir sind nicht in Panik geraten", sagte der italienische ZSKA-Trainer Ettore Messina nach der hochklassigen Partie.
Auch ein 32:41-Rückstand brachte sein Team nicht aus der Ruhe. Der Litauer Ramuns Siskauskas sorgte mit 13 Punkten in Folge zum 69:62 praktisch im Alleingang für die Entscheidung und war mit 29 Zählern überragender Werfer. Für Barcelona war der Australier David Andersen mit 24 Zählern gegen seinen Ex-Club der beste Schütze.
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