Eurosport - So 02.Mrz. 15:24:00 2008
Zum Abschluss des Weltcups in Lahti konnte das DSV-Team mit zwei weiteren Podestplätzen begeistern: Rene Sommerfeldt wurde über 15km Zweiter, Kathrin Zeller stürmte über 10km als Dritte erstmals überhaupt aufs Podium. Großer Sieger war Lukas Bauer, der seinen Triumph im Gesamtweltcup perfekt machte.
Der Tscheche gewann zudem den Wettbewerb im klassischen Stil mit 20,5 Sekunden Vorsprung auf Sommerfeldt. Durch den sechsten Saisonsieg beendete der Triumphator der Tour de Ski schon vier Rennen vor Schluss die Serie der deutschen Gewinner der großen Kristallkugel.
Sein Trainingskollege Sommerfeldt gönnte Bauer den Coup: "Es gab diese Saison keinen Besseren", sagte er und war mehr als zufrieden mit seiner eigenen Leistung: "Ich bin so glücklich. Ich wollte einen einstelligen Platz, mit Rang zwei hatte ich nicht gerechnet", jubelte der Sachse. "Es war unser Wetter, aber ich hatte mich schwergetan, die richtigen Ski auszusuchen. Doch die Techniker haben den perfekten Griff getan."
Als Sechster lief auch Jens Filbrich noch in die Top Ten, Tobias Angerer und Axel Teichmann hingegen mussten sich mit den Plätzen 23 und 26 begnügen. Sommerfeldt hat nun im Kampf um die Rolle des "Kronprinzen" im Weltcup wieder über 100 Punkte "Puffer" auf den Norweger Tor Arne Hetland auf Platz drei.
Coup von Zeller
Ähnlich glücklich war Zeller, die einen Tag nach ihrem 29. Geburtstag den größten Erfolg ihrer Karriere einfuhr. "Ich habe mich gar nicht so gut gefühlt. Aber wenn du unterwegs immer Bestzeit, Bestzeit hörst, setzt das Kräfte frei", verriet sie. Am Ende fehlte weniger als eine Sekunde zu Rang zwei und auch Siegerin Virpi Kuitunen (Finnland) lag weniger als sechs Sekunden vor der Überraschungs-Dritten. Die etablierten deutschen Asse standen diesmal im Schatten ihrer Teamkollegin - Claudia Nystad (20.) und Evi Sachenbacher-Stehle (23.) machten den Titel der besten Deutschen diesmal nicht unter sich aus.
Im Gesamtweltcup verschaffte sich Kuitunen etwas Luft gegen über ihrer Verfolgerin Astrid Jacobsen aus Norwegen, die Sechste wurde.
Andreas Schulz / Eurosport