Eurosport - Mo 02.Feb. 17:31:00 2009
Selbst Legende Rod Laver konnte Roger Federer nicht trösten: Der dreifache Champion weinte bitterlich nach seiner Niederlage gegen Rafael Nadal, als der Traum vom 14 Grand-Slam-Titel geplatzt war. Ob er dieses Kunststück jemals schaffe wird, ist offener denn je.
Auch wenn es die Zeitverschiebung zwischen Los Angeles und Melbourne nicht gut mit Pete Sampras meinte, so saß er doch mitten in der Nacht vor dem Fernseher. Schließlich wollte es sich der einstige Dominator des Herrentennis nicht nehmen lassen, seinem Freund Roger dabei zuzuschauen, wie er im Finale der Australian Open seinen 14. Grand-Slam-Titel gewinnt und so mit ihm gleichzieht.
Doch Sampras bekam ein anderes Novum zu sehen, als das erhoffte: Denn Nadal wurde der erste Spanier der Turniergeschichte, der im Melbourne Park triumphiert. Mit 7:5, 3:6, 7:6, 6:3 und 6:2 rang Nadal den Schweizer in fast viereinhalb Stunden nieder und bezwang Federer damit erstmals in einem Grand-Slam-Finale, das auf Hartplatz ausgetragen wird. Der Melbourne Park war bisher Federers Bastion mit drei Titeln gewesen, ebenso wie Flushing Meadows mit insgesamt fünf. Nadal schien zunächst nur der Herrscher über die rote Asche zu sein, doch auch in Federers Paradies in Wimbledon drang der Spanier zuletzt ein.
"Vergiss nicht, dass du ein großer Champion bist"
Dass es Nadal nun noch ausgerechnet bei seinem "Happy Slam" gelang, traf Federer tief. Wie tief, war zu sehen, nachdem sein Traum von der magischen 14 zerstört war. Federer weinte, er schien untröstlich. Auch der warme Applaus und die Aufmunterungsrufe der 15.000 Zuschauer, die den Schweizer so sehr in ihr Herz geschlossen hatten, vermochten ihn nur schwer aufzurichten.
Federer wollte ein paar Worte des Dankes sagen, doch seine Stimme versagte. Rod Laver war gekommen, um die Trophäe zu überreichen. Der Mann, der als Einziger zwei Mal den Grand Slam gewann und den Federer als einen der größten Spieler der Geschichte verehrt. Vor drei Jahren hatte Laver noch ihm den silbernen Pokal überreicht, auch damals weinte Federer.
Doch da waren es Tränen der Freude und tiefer Rührung gewesen. Nun sagte er in Richtung Laver: "Es bedeutet mir so viel, dass Sie hier sind", und wieder erstickten Tränen seine Stimme. Dann drehte er sich zu Nadal: "Du bist unglaublich, du hast es dir verdient." Mit einem Arm reckte Nadal seine Trophäe in die Höhe, den anderen legte er Federer zum Trost um die Schulter. "Tut mir leid wegen heute", sagte Nadal, "ich weiß, wie du dich fühlst. Aber vergiss nicht, dass du ein großer Champion bist. Du wirst die 14 von Pete sicher bald verbessern."
Schwache Aufschlagquote von Federer
Es hätte alles so perfekt sein können: Federer gewinnt seinen 14. Titel gegen seinen ärgsten Rivalen, der ihn als Nummer eins verdrängt hat, und Laver überreicht ihm den Preis. Doch dass es anders kam, lag vor allem daran, dass Federer in seinem 19. Vergleich mit Nadal nicht seinen besten Tag erwischte.
Besonders mit dem Aufschlag tat sich der Weltranglistenzweite schwer, mitunter lag seine Quote bei eklatanten 37 Prozent. Zudem leistete er sich etliche leichte Fehler mit der Vorhand. "Ich habe beim Aufschlag einen keinen Rhythmus gefunden. Solche Tage gibt es leider", sagte Federer enttäuscht. Viele seiner Fans hatten wohl inständig gehofft, Nadal sei nach seinem Marathonmatch im Halbfinale vielleicht ermüdet, doch das Kraftpaket hatte noch genügend Energie für ein weiteres Fünfsatzmatch übrig. Dennoch spielte auch Nadal nicht konstant auf seinem besten Niveau.
Und so wurde das siebte Final-Duell bei einem Grand Slam der beiden Tennis-Giganten nicht ihr hochklassigstes, und war mit dem epischen Match in Wimbledon im letzten Jahr nicht zu vergleichen. Aber eines der dramatischsten sollte es wohl werden. Wäre Federer im ersten Satz konsequenter gewesen und hätte seinen 4:2-Vorsprung verteidigt, und im dritten Durchgang einen seiner sechs Breakbälle genutzt, um den Satz für sich zu entscheiden, wäre ihm die Verlängerung wohl erspart geblieben. "Viel schlechter hätte ich nicht aufschlagen können und den fünften Satz habe ich auch schlecht gespielt. Im ersten Moment war ich geschockt und enttäuscht und dann realisiert man, dass man es nicht geschafft hat. Das ist eines der Matches meiner Karriere, bei denen ich denke, dass ich es hätte gewinnen müssen", erklärte Federer.
Linkshänder bei Vorteil im Vorteil
Wieder hatte er mit den extremen Spinschlägen des Spaniers und seinen speziellen Kniffen als Linkshänder seine liebe Mühe. "Ich wünschte, ich wäre auch Linkshänder und könnte auf der Vorteilseite so nach außen aufschlagen", merkte Federer frustriert an, doch es war auch seinem teils mäßigen Returnspiel geschuldet, dass er nur 6 seiner 19 Breakchancen nutzen konnte.
Während sich Nadal über seinen 13. Sieg gegen Federer, seinen sechsten Grand-Slam-Titel und den Siegerscheck in Höhe von knapp einer Millionen Euro freute, wird es wohl eine ganze Zeit brauchen, bis Federer diese so bittere Niederlage verarbeitet hat: "Ich liebe dieses Spiel, es bedeutet die Welt für mich. Zu verlieren tut einfach unheimlich weh." Wo und ob er überhaupt mit Sampras gleichziehen wird, ist offener denn je. Denn seit dem Finale von Melbourne steht fest: Die Aufgabe wird für Federer nicht leichter.
Kommentare 531 - 550 of 570
Es ging um Doping allgemein und nicht um Nadal oder Federer, wobei mir mein gesunder Menschenverstand sagt, dass wenn überhaupt, Nadal eher gedopt ist als Federer !
Nadal ist genausowenig gedopt oder genausoviel wie Federer
manchen fällt es schwer Leistung anzuerkennen
x.ache
Bin Deiner Meinung !
Eine Sperrung auf Lebenszeit wäre noch besser; und zwar sofort, auch beim 1. Mal !
Ich denke, die Aberkennung aller Titel, Rekorde und Preisgelder auch rückwirkend ist die angemessene Strafe für einen solchen Betrug. Der Dopende zieht ansonsten einen riesigen Nutzen aus einer Sportart, die er selbst mit unfairen Mitteln vernichtet oder zumindest in erheblichem Umfang in Misskredit gebracht hat!!! (Siehe Radsport)
Also an Doping - Spekulationen beteilige ich micht nicht, jeder Sportler gilt für mich solange als unschuldig, bis er überführt wird.
Ich finde allerdings, dass überführte Dopingsünder in schweren Fällen (Anabolika, Epo etc.) sämtliche gewonnenen Titel, Rekorde und Preisgelder abgeben sollten.
Da dies rechtlich insbesondere auf Grund international unterschiedlicher Gesetze schwierig umsetzbar ist, sollten die Sportverbände z.B. IOC, WTA ITF, ATP, einen entsprechenden Kodex ausarbeiten um Ihren Sport sauber zu halten und glaubwürdig zu vertreten.
Wenn Urinproben, Haarproben etc. lange genug aufbewahrt werden dürfte mit den zukünftigen technischen Möglichkeiten vielleicht einiges ans Licht kommen. Sportler würden dann ein wesentlich größeres Risiko eingehen, wenn sie sich für Doping entscheiden. Die betrogenen Sportler könnten sich dann wenigstens im Nachhinein noch als Sieger fühlen (und entsprechend in den Geschichtsbüchern gewürdigt werden).
Man stelle sich einmal vor, Federer gelingt der 14. GS - Titel nicht mehr, später stellt sich heraus, dass Nadal und Fuentes doch mehr miteinander zu tun hatten, als die Spanier zugeben. Für solche Fälle muss man doch die rechtlichen Grundlagen schaffen, Federer zu seinem wohlverdienten Status als weltbester Tennisspieler aller Zeiten zu verhelfen. Alles andere wäre eine himmelschreiende Ungerechtigkeit.
vielleicht beim nächstenmal ja:)ich frage mich aber schon wieso andere spieler nach einem 5 satz match im nächsten spiel total/fast am ende sind und der nadal nicht,sieht so aus das die andern zum trainieren bier benutzen und nur nadal konditionstraining macht..ist echt crazy manchmal...
Richtig! Bin auch ein großer Fan von Federer (aber auch von Nadal!).
Falls Roger mal wieder gegen Nadal gewinnen will, muss er innerlich stärker werden.
Zunächst müsste er einmal akzeptieren, dass Nadal alles in allem verdient die Nummer eins ist. Kein Mensch hat jemals soviel in seinem Leben in Tennis investiert wie Nadal. Er lebt Tennis am besten. Roger ist also nicht der King der gegen Nadal etwas zu verlieren hat, sondern der Rebell, der es Nadal mit seinen Möglichkeiten enorm schwer machen kann, zu gewinnen. Aus dieser psychologischen Haltung heraus könnte Federer wieder frei aufspielen (und brauchte am Ende auf keinen Fall weinen!!!). Er muss bereit sein unerreichbare Bälle von Nadal abzuhaken. Gegen eine Numer eins sieht man einfach auch mal schlecht aus, das ist keine Schande sondern normal.
Er hat dann wirklich viel in die Waagschale zu werfen: eine sehr gute Beinarbeit, einen sehr guten Aufschlag den er besonders bei Breakbällen benötigt! Er kann sehr unangenehme Tempowechsel spielen, (darf aber m.E. gegen Nadal niemals zwei langsame Bälle hintereinander spielen!) Er hat die Möglichkeiten den Ballwechsel schnell zu beenden oder zumindest die Initiative zu übernehmen und das ist mit Abstand der wichtigste Punkt. Solange man gegen Nadal nur mitspielt hat man schon verloren. Federer muss permanent bereit sein Risiko einzugehen um längere Ballwechsel zu vermeiden. Und da lässt Federer meißtens im Laufe des Matches und insbesondere in den entscheidenden Ballwechseln des Matches gegen Nadal die letzte Konsequenz vermissen.
Aber vielleicht beim nächsten Mal?
früher wahrs ja auch so,und auch noch heutemdie gegner wissen sie können federer nur schlagen wenn sie viel riskieren,das selbe ist bei nadal,entweder schlägt man nadal mit risiko,oder man zieht alle kange ballwechsel mit und schlägt ihn mit seinen waffen,und wer hat die schon?und ja,beidhändige rückhand ist schon besser gegen nadal..darum gewinnt murray und djokovic auch oft gegen nadal. nur die einhändige hat man dafür ne längere reichweite und muss nicht ganz soviel rennen wie mit der einhändigen..
ihr seit schon lustig, glaubt ihr federer is so doof und wüsst nicht wie er gegen nadal spielen sollte????hahahaah.wenn das doch nur so einfach wäre. glaubt ihr nicht federer hat schon alles versucht..gegen nadal muss man einfach mit risiko spielen,und da kommen halt ein paar fehler,und wenn man das risiko nicht eingeht wird man in lange ballwechsel gewzungen und da ist bekanntlich nadal top mit seiner kondition,der würde die ewigs spielen..
Ja, die Rückhand von Kohschreiber ist gut, das stimmt ! Aber seine Bilanz gegen Nadal 0:4, der hämmert im nämlich auch immer mit seinem Topspin auf die RH !
Um diesen brutalen Topspin von Nadal auf die RH zu kontern braucht man eine saugute beidhändige RH. Unds man muss den Ball extrem früh nehmen, im steigen, und das können nur die weingsten. Agassi konnte das, der war einer der wenigen, der alle Bälle saufrüh genommen hat und immer im Steigen !
Trotzdem ist Federers RH ja nicht schlecht, nur es ist sicherlich nicht die beste Antwort auf dieses Topspin, dazu müsste er sie beidhändig spielen ! Seine einhändige ist trotzdem die beste der Welt !!!
Übrigens hat Kohli ebenfalls eine bärenstarke einhändige Rückhand, die den Vergleich mit Federer nicht zu scheuen braucht.
Falls ich mich einmal einmischen darf: Ich sehe es ähnlich wie Frohbse. Der große Respekt vor Nadal ist leider nicht zu leugnen. Und bei den Rallyes auf dem hohen Niveau ist die Rückhand, insbesondere aus dem Lauf geschlagen deutlich!!! schwächer als die Vorhand und als die Schläge von Nadal. Nadal kann, besonders wenn es knapp steht aus vollem Lauf mit Vorhand aber auch mit der Rückhand noch hart und platziert spielen. Federer neigt dazu aus vollem Lauf den Ball hoch zu slicen um die Zeit zu gewinnen wieder zur Mitte zu laufen. Klar hat er einige tolle Punkte mit der Rückhand gespielt aber das ist mit der Einhändigen schwieriger und birgt für Federer eine höhere Fehlerquote.
Aber der entscheidende Faktor im direkten Vergelich wird mehr und mehr die Psyche. Nadal geht wesentlich entspannter in die Duelle und ist dann zu 100% da, wenn es knapp wird. Federer ist vorher bei 100% und baut bei knappen Punkten eher ab.
Das ist auch ein Vorteil des starken Top - Spins: Er benötigt zwar sehr viel Kraft und körperliche Ausdauer muss aber nicht unbedingt 100 % genau getroffen werden ist dann trotzdem nur schwer zu attackieren, also ein hervorragender defensiver Schlag aus jeder Position. Federer spielt nicht ganz soviel Top - Spin und muss sich die ganze Zeit des Spiels sehr konzentrieren um keine Fehler zu begehen.
@timosteinbach
Du hast wirklich keine Ahnung. Federer hat mit Abstand, aber wirklich mit Abstand die beste einhändige Rückhand von allen, das ist Fakt. Auch macht er viele Punkte damit, da muss ich Dir auch widersprechen. Jeder, aber wirklich jeder Tennisspieler hat massive Probleme wenn im knallharte hoch gespielte Topspin Bälle auf die Rückhand gezimmert werden. Ich kenne im Moment keinen der damit besser klar kommt als Federer !!
steinbach du inkompetenter depp.Das was Federer am Sonntag mit der rückhand gemacht hat war wahnsinn So ein Depp wie du ey echt wahr.Scher dich hier bloß weg.
TIMO STEINBACH Ich hab jetzt echt die schnauze von deinen absolut inkompetenten Kommentaren voll du meinst du wärst es ,bist es aber nicht.Jetzt mach das einzig sinvolle und geh schlafen.Du Ober hirni.Du und Tennis das ist wie himmel und hölle.............................
UND OB FEDERER SEINE 14 GS TITEL GEWINNT:ES WERDEN SOGAR WEIT MEHR SEIN HAHAHA
COMPUTERGENIE FAHR MIT FEDEX ZUR HÖLLE!!!!!!!!!!!
RF FOREVER Jatzt drehst du aber durch!Geh schlafen oder schreib etwas zum Thema.Ich bin auch Fan von Federer,aber das geht definitiv zu weit was du hier abziehst!
WE HATE ROGER FEDERER !!!!!!! ER DOPT !!!!!!!!!! NADAL NO 1!!!!!! FEDERER GEWINNT NIE 14 GS Titel!!!!!!!!!!!
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Die "schlechte" Rückhand von Federer ist jammern auf ziemlich hohen Niveau!Dass die Vorhand "stellenweise" weg war führe ich darauf zurück,dass Nadal sie so selten anspielt.Da fehlt halt dann doch ab und an das Timing.Taktisch hat Rafa übrigens hervorragend agiert.95 Prozent Aufschläge auf die Rückhand und dann ab und zu einen zweiten mit 138 kmH auf die Vorhand.Da spielt dann auch der Ueberraschungseffekt
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