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Panther führten Haie vor

So 01.Nov. 21:53:00 2009

Mit einem gellenden Pfeifkonzertverabschiedeten die Kölner Fans ihre Mannschaft, die sich nach Strich und Faden blamierte. Außer Weibel könnt ihr alle gehen! skandierten die maßlos enttäuschten Zuschauer. Was sich zu Beginn des Schlussabschnitts abspielte, war kaum zu glauben. Erst die sechste glasklare Augsburger Chance führte zum alles entscheidenden 0:4. Vorher verpassten es Steffen Tölzer, Tyler Beechey, Connor James und Jeff Likens, den vierten Treffer zu erzielen und das alles innerhalb fünf Minuten. Danach hatten die Gäste keine Lust mehr, noch etwas für ihr Torverhältnis zu tun. Auch eine 5:3-Überzahl verstrich ohne Veränderung auf der Anzeigetafel. Das 0:5 war lediglich eine Zugabe.

 

Die Ausgangslage vor dem Spiel war klar. Augsburg als die Überraschungsmannschaft der Liga schlechthin kam mit 29 Punkten auf dem Konto als Tabellendritter an den Rhein. Die Schwaben gewannen sechs Partien in Folge, bevor sie im eigenen Stadion am letzten Freitag sensationell mit 4:5 gegen Außenseiter Kassel verloren. Die Domstädter (22 Zähler) verließen in den letzten fünf Matches genauso viele Male als zweiter Sieger die Glitzerfläche, davon zweimal gar mit 0:4 gegen die NRW-Rivalen Iserlohn (in Köln) und zwei Tage zuvor in Düsseldorf.

 

Nach wenigen Sekunden hatten die selbstbewussten Gäste die Führung auf dem Schläger, doch Chris Collins scheiterte und Steve Junker konnte nur durch ein Foul gebremst werden. Köln hatte seine erste große Chance durch Jason Jaspers, der ganz allein vor Dennis Endras auftauchte, ihn aber nicht bezwingen konnte. Pech für die Haie, dass der Unparteiische ein Tor in der 9. Minute durch Kevin Hecquefeuille wegen hohen Stocks zu Recht nicht anerkannte. Zwischendurch grinsende Gesichter, als die Auslosung für das Fußball-Pokalviertelfinale bekannt gegeben wurde. Der 1.FC trifft auf Augsburg. Die Chancen blieben weiter verteilt, obgleich die Gäste einen Tick in ihrer Spielanlage klarer und gefährlicher wirkten. Schlimm die Konzentrationsfehler in der Kölner Defensivabteilung. So war es auch nicht verwunderlich, dass die Schwaben die Führung aus allernächster Nähe herausschossen, nachdem die Scheibe in die Mitte gepasst wurde und Jaspers zu passiv zu Werke ging. Rhett Gordon hatte das 0:2 auf dem Schläger, doch die Möglichkeit wurde vertändelt.

 

­­Typisch für die derzeitige Verfassung der Kölner war eine Szene zu Beginn des Mitteldrittels. Da bot Haie-Chefcoach Igor Pawlow in Überzahl Marcel Müller (der bisher nicht zum Einsatz kam) sowie Kevin Hecquefeuille und Jerome Flaake auf. Chancen hatten allerdings die Fuggerstädter. In Unterzahl scheiterte Brett Engelhardt nach einem 2:1-Konter, doch wenige Sekunden danach hatten die bissigen Panther erneut eine Möglichkeit, die diesmal genutzt wurde. Von diesem Treffer wurde kaum Notiz genommen, weil ihn keiner so richtig mitbekam, selbst die Spieler nicht. Offensichtlich war auch der gute Unparteiische überrascht, denn er bemühte den Videobeweis. Bestechend das Powerplay der Gäste, die den völlig konfusen und streckenweise überforderten Kölnern eine regelrechte Lehrstunde erteilten. Die Vorentscheidung fiel nach einem Schlagschuss, der bei Lars Weibel hoch einschlug und haltbar schien. Von den Haien war erst wieder in der 40. Minute wieder etwas zu sehen, als Dusan Frosch eine Chance vertändelte.

 

­ ­Tore: 0:1 (17;34) Junker (Collins, James), 0:2 (21;44) Murphy, 0:3 (32;22) Chartier (Likens, Ryan), 0:4 (46;33) Ryan (Gordon, Beechey), 0:5 (57;21) Olver (Maurer, Murphy). Zuschauer: 6.563. Schiedsrichter: Reiber (Aarau/Schweiz). - Strafminuten: Köln 14, Augsburg 8 + 10 Ryan.

(Hockeyweb.de)

 

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