Eurosport - So 01.Nov. 21:00:00 2009
Amerikanischer Tag im Central Park: Mit einem unerwarteten Triumph beim New York Marathon hat Meb Keflezighi für den ersten Erfolg eines US-Läufers seit 1982 beim größten Marathon der Welt gesorgt. Der 34 Jahre alte Olympia-Zweite von Athen deklassierte Afrikas Asse und gewann in 2:09:14 Stunden.
Letzter amerikanischer Sieger war 1982 Alberto Salazar. Robert Cheruiyot aus Kenia wurde Zweiter (2:09:56 Stunden), der Marokkaner Jaouad Gharib (2:10:25 Stunden) kam auf Rang drei.
Bei den Frauen setzte sich Derartu Tulu aus Äthiopien nach 2:28:52 Stunden vor Ludmila Petrowa durch (2:29:00). Die Russin war bereits im Vorjahr Zweite geworden. Christelle Daunay aus Frankreich lief nach 2:29:16 Stunden als Dritte ins Ziel, die britische Titelverteidigerin Paula Radcliffe (2:29:17 Stunden) wurde Vierte.
"Diesen Tag werde ich nie vergessen", sagte Keflezighi im Zielraum und hielt stolz seine beiden Töchter auf den Armen. Schon auf den letzten Metern hatte er immer wieder auf die drei Buchstaben "USA" auf seinem Trikot gezeigt. "Dieses Land hat mir alles gegeben - Bildung, Lifestyle und ich bin stolz, die USA repräsentieren zu können", betonte er. Keflezighi stammt aus Eritrea. Wegen des Kriegs mit Äthiopien floh seine Familie in die USA, als er zwölf Jahre alt war.
Amerikaner in Feierlaune
Während die afrikanischen Ausdauer-Spezialisten in "Big Apple" enttäuschten, jubelten neben Keflezighi fünf weitere Amerikaner. Insgesamt sechs US-Läufer kamen unter die Top Ten und sorgten somit für das beste Ergebnis seit 1979. Während Keflezighi auf den letzten zwei Kilometern ein einsames Rennen lief, konnte sich Derartu Tulu erst auf den letzten rund 800 Metern eingangs des Central Parks von Ludmila Petrowa lösen. "Schon nach rund 35 Kilometern wusste ich, dass ich eine Chance auf den Sieg habe, und mir war auch klar, dass ich bis zum Schluss noch etwas zuzusetzen hatte", meinte Tulu, die von einem "großen Sieg" sprach.
Ein großer Zahltag war es einmal mehr für Irina Mikitenko. Die 37-Jährige vom TV Wattenscheid verfolgte das Rennen von der Ehrentribüne aus. Sie stand bereits vorher als Gesamtsiegerin der World Marathon-Majors-Serie 2008/09 fest. Sie bekam wie bei ihrem Triumph im Vorjahr erneut einen Sieger-Scheck in Höhe von 500 000 Dollar und ist ab sofort Marathon-Millionärin.
Kommentare 1 - 5 of 5
Zumindest konnte es „ein in den USA geborener u n d aufgewachsener Athlet“ Ryan Hall bis zum vierten Platz bringen... Und zum Thema hochdotiert: Keflezighi hat an diesem Tag $200,000 verdient (Zuwendungen von einzelnen Sponsorenverträgen nicht mitgerechnet)
Es kann bezweifelt werden, ob ein in den USA geborener u n d aufgewachsener Athlet
Keflezighi es so weit gebracht hätte.
Eriträer, Äthiopier und Kenianer lernen das Laufen fast mit der Muttermilch.
Dort gibt es n i c h t die lukrativeren Sportarten wie Baseball, Basketball oder American Football. Die locken mit hochdotierten Verträgen alle Talente.
Sehr schön auch zu beobachten im Boxen : die Afroamerikaner, die sich in früheren
Jahrzehnten davon Geld u n d sozialen Aufstieg erwarteten, gehen heute meist den
weniger schmerzhaften Weg über die o.a.Sportarten.
Die neuen Champs sind Osteuropäer aus den früheren Satellitenstaaten der UDSSR.
zu 1) ist doch im Artikel erwähnt, wozu also die Wiederholung ?!
Und lebt seit 22 Jahren in den USA, ist amerikanischer Staatsbuerger. Du hast ja recht, #1, aber warum die Anspielung?
Keflezighi stammt aus Eritrea....
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