Leipzig (dpa) - Tag der Unentschieden an der Tabellenspitze der 3. Fußball-Liga: Während der Erstplatzierte Kickers Offenbach nicht über ein 1:1 gegen Wuppertaler SV hinaus kam, mussten sich auch die Verfolger SV Sandhausen und Wacker Burghausen nach dem 0:0 mit einer Punkteteilung zufriedengeben.
Davon profitierte die SpVgg Unterhaching, die durch einen 2:0-Sieg bei Dynamo Dresden auf den dritten Tabellenplatz sprang. Im Kellerduell kletterte Bayern München II durch einen 2:1-Erfolg bei Holstein Kiel vom 18. auf den 16. Platz. Holstein Kiel steht auf Rang 17. Im Tabellenkeller befinden sich mit Dresden, Wuppertal und Borussia Dortmund II gleich drei Teams punktgleich auf den Abstiegsrängen.
Burghausen verpasste durch das Remis den Sprung an die Tabellenspitze. «Wir hätten in der ersten Halbzeit das Tor machen müssen», bedauerte Wacker-Trainer Jürgen Press nach dem Spitzenspiel, bei dem SVS-Torjäger Régis Dorn in der 52. Minute wegen wiederholten Foulspiels die Gelb-Rote Karte sah. «Gegen zehn Mann ist es oft schwerer ein Tor zu machen als gegen elf Mann», verteidigte Press seine Mannschaft und würdigte die Leistung des Kontrahenten: «Sandhausen hat ein super Spiel gemacht und gut gefightet.»
Auf dem fünften Platz rangiert der FC Erzgebirge Aue, der in einem turbulenten Spiel eine 2:1-Halbzeitführung gegen Borussia Dortmund II nicht über die Zeit retten konnte und sich schließlich mit 2:2 zufriedengeben musste. «Wir haben wieder einen Punkt geholt. Das war unser internes Ziel», meinte Aues Trainer Rico Schmitt und betonte zugleich: «Natürlich war heute mehr drin.»
Einen 2:0-Erfolg nach zwei sieglosen Spielen feierte der FC Rot- Weiß Erfurt gegen den Pokalschreck VfL Osnabrück. «Den Sieg haben wir uns einfach erarbeitet, auch im Vorfeld dieser Partie. Zudem gab uns das erste Tor die nötige Sicherheit», sagte Erfurts Trainer Rainer Hörgl. Pech hatte nur der Thüringer Schlussmann Dirk Orlishausen, der sich vor den Ball geworfen hatte und mit zwei Cuts im Auge ausgewechselt werden musste.
Karsten Baumann, Trainer der Osnabrücker und Vorgänger von Hörgl in Erfurt, kam nach dem furiosen 3:2-Pokalsieg gegen Borussia Dortmund nun wieder auf dem Boden der Realität an: «Die Pokalspiele sind das Highlight. Da ist es sicherlich schwer, wieder in den normalen Rhythmus zu kommen. Aber das darf keine Entschuldigung sein.»
Rätselraten gab es in Regensburg um den Schützen des späten Ausgleichs beim 1:1 von Jahn Regensburg gegen den FC Carl Zeiss Jena. In der Nachspielzeit lag der Ball nach einem Freistoß plötzlich im Tor der Thüringer, die durch Exaucé Mayombo lange geführt hatten. Bei den Gastgebern ließen sich Patrick Würll und sogar Torhüter Rouven Sattelmaier feiern, der mit im Jenaer Strafraum aufgetaucht und zum Kopfball gekommen war. Aber auch der Zeiss-Torschütze Mayombo war wohl noch am Ball.




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