Frankfurt/Main (dpa/lhe) - Kickers Offenbach bleibt in der 3. Fußball-Liga weiter an der Spitze und der Zweitliga-Absteiger SV Wehen Wiesbaden nach der Nullnummer gegen Braunschweig im Mittelmaß: Tabellenführer Offenbach rettete vor 4270 Zuschauern beim Wuppertaler SV ein 1:1 (1:0) einen Punkt.
Aber nach dem Remis durch den Treffer von Mirnes Mesic (45. +1) zur Kickers-Führung und dem Ausgleich in letzter Minute durch Stefan Lorenz (90. +1) ist der Abstand zu Verfolger Wacker Burghausen (0:0 gegen Sandhausen) auf einen Punkt geschrumpft.
«Das Remis ist gerecht. Mit dem Punkt können wir zufreiden sein», sagte Offenbachs neuer Coach Steffen Menze nach der ungewollten «Aufbauhilfe» in dem engen Match. «Wuppertal wird die Abstiegsränge sicher bald verlassen.» Wuppertal ist seit drei Spielen ungeschlagen und die Gastgeber hatten schon die erste Halbzeit deutlich bestimmt, während der Favorit aus Hessen phasenweise enttäuschte. Auch nach dem Seitenwechsel blieb das Schlusslicht spielbestimmend und wurde trotz der guten Torwartleistung von OFC-Keeper Wulnikowski in der Schlussphase für den hohen Arbeitsaufwand noch belohnt.
«Unser Manko war, dass wir nicht eiskalt zugeschlagen und dazu das 2:0 nicht gemacht zu haben. Die Angriffe hätten wir besser ausspielen müssen», erklärte Menze. Torjäger David Ulm tarf in der 57. Minute nur den Außenpfosten. Dagegen konnte Lorenz die allerletzte SVW-Chance im Anschluss an eine Ecke im Stile eines coolen Verwerters trefflich nutzen. In der vergangenen Spielzeit hatte Offenbach beide Spiele gegen den aktuellen Tabellenletzten sogar verloren.
Wehen Wiesbaden erhielt bei der Aufholjagd zur Tabellenspitze einen Dämpfer. Nach zuvor sieben Spielen ohne Niederlage und der 0:2-Pleite beim Tabellenzweiten Wacker Burghausen blieb der SVWW ohne Tor und auf dem 11. Rang. «Wir brauchen uns nicht verstecken. Wir sind stark genug, um im Aufstiegskampf noch mitzumischen. In der Tabelle geht alles schnell vor oder rückwärts», meinte Torge Hoffmann. Nach zuletzt 12 Punkten aus den vergangenen vier Heimspielen in der BRITA-Arena hat der Nimbus des Absteigers einen leichten Knacks bekommen.
Gleich vier Änderungen musste Trainer Hans-Werner Moser bei der Startelf hinnehmen. Benjamin Hübner war wegen seiner fünften Gelben Karte gesperrt ist. Christian Glibo, Björn Ziegenbein, sowie Lukas Billick fehlten verletzungsbedingt. Die Außenbahnen waren mit Sascha Amstätter und Steffen Bohl neu besetzt. Dadurch wirkte das Team nicht so homogen wie zuvor und für die Stürmer Aykut Öztürk und Marcel Ziemer kamen zu wenig Vorlagen an. «Bei der personellen Konstellation bin ich mal bereit, zu sagen, ich bin zufrieden», meinte Moser.




Bitte melden Sie sich an.
Kein Yahoo!-Nutzer? Kostenlos Registrieren.