Hamburg (dpa) - Die Deutsche Fußball-Liga (DFL) hat wegen der Ansetzung «des Risikospiels» zwischen den Zweitligisten FC Hansa Rostock und FC St. Pauli keine Bedenken und wehrt sich gegen Kritik von St.-Pauli-Präsident Corny Littmann.
«Das Spiel Rostock gegen St. Pauli ist in den vergangenen Jahren immer ein Risikospiel gewesen. Wir haben uns bei der Terminierung des Spieles eng mit der Zentralen Informationsstelle Fußball abgestimmt und haben uns für die Ansetzung am Montagabend entschieden. Das Potenzial von gewaltbereiten Chaoten ist an einem Montag geringer als am Wochenende», sagte DFL-Geschäftsführer Holger Hieronymus. Die Partie wird am 2. November um 20.15 Uhr in der Rostocker DKB-Arena angepfiffen.
Littmann hatte in der «Bild am Sonntag» die Ansetzung an einem Montagabend kritisiert. «Aus unserer Sicht macht nur ein Spiel bei Tageslicht und nicht in der Dunkelheit Sinn. Wir haben dafür kein Verständnis und das auch deutlich gemacht», sagte Littmann. Im vergangenen Jahr hatte es bei Krawallen in Rostock 15 Verletzte, darunter sechs Polizeibeamte, sowie 52 Festnahmen gegeben.
Hieronymus sieht den Vorstoß Littmanns als kontraproduktiv an. «Im Übrigen würde ich mir wünschen, dass Herr Littmann mit uns das konstruktive Gespräch sucht und nicht einen Tag vor dem Spiel öffentlichkeitswirksam Stimmungsmache betreibt. So liefert er den Chaoten ein Alibi zulasten der DFL», sagte Hieronymus.




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