Köln (dpa) - Für Robert Enke ist die Fußball-Welt wieder in Ordnung, beim 1. FC Köln gerät sie mächtig aus den Fugen. Die blamable Leistung beim 0:1 (0:1) gegen Hannover 96 brachte die FC- Fans unter den 45 000 Zuschauern in Rage.
Gellend wie lange nicht hallten deren Pfiffe in den Ohren von Lukas Podolski und Co. Die vierte Heimniederlage der Bundesligasaison 2009/2010 machte die sonst so nachsichtigen Geißbock-Anhänger wütend. «Ich kann verstehen, dass sie gepfiffen haben», räumte der schon seit 613 Minuten torlose Podolski ein. Seine treffliche Analyse des Trauerspiels: «Wir haben nichts gezeigt.»
Speziell die Angriffsbilanz ist erschreckend: In den bislang elf Partien haben der 10-Millionen-Euro-Rückkehrer und seine Mitstreiter gerade mal sechs Treffer erzielt, gegen die Niedersachsen fanden nur drei Schüsse den Weg auf das Gehäuse von Enke, der erstmals nach 63 Tagen wieder im Tor stand. «Es ist ein tolles Gefühl, nach so langer Zeit auswärts Punkte zu holen und den Fans den Sieg zu schenken. Da läuft es einem schon eiskalt den Rücken runter», sagte der 32- Jährige, der wegen einer rätselhaften Bakterieninfektion seit dem 29. August außer Gefecht gesetzt war. Das Comeback, aus vollem Training heraus, war für ihn «komisch, so ganz ohne Spielpraxis. Aber es hat ja ganz gut geklappt.»
Das war auch bei Jan Rosenthal so, dem in der 37. Minute nach einem gedanklichen Aussetzer seines Gegenspielers Petit das Tor des Tages gelang und den Niedersachsen erstmals in dieser Saison zwei Dreier nacheinander bescherte. Auf der Position im zentralen Mittelfeld fühlte sich Rosenthal pudelwohl: «Das macht wirklich Spaß. Wir haben den Ball laufen lassen und das Spiel kontrolliert. Und solange wir den Ball haben, kann uns ja nichts passieren.»
Angesichts der peinlichen Leistung der Kölner war das auch fast unmöglich. Das 0:1 war nach vier Pflichtspielen ohne Gegentreffer und Niederlage ein herber Rückschlag für den Pokal-Viertelfinalisten. «Das war bis jetzt unser schlechtestes Spiel, besonders in den ersten 45 Minuten», kommentierte FC-Trainer Zvonimir Soldo den grottenschwachen Auftritt seines Ensembles. «Von Engagement und Leidenschaft war nichts zu sehen», schimpfte Soldo zwei Tage vor seinem 42. Geburtstag.
Der kroatische Nachfolger von Christoph Daum auf der FC- Trainerbank konstatierte seinem Team kollektives Versagen: «Alle waren schwach.» Soldo muss weiter rätseln, warum seine Elf vor allem in der Offensive derzeit nicht erstligareif ist: «Bei mir hat keiner Laufverbot», fand der ehemalige Stuttgarter Bundesligaprofi eine schlüssige Antwort.
Die Bereitschaft, sich zu opfern, sich in die Zweikämpfe zu werfen, sich die Lunge aus dem Leib zu rennen, war bei den Rot-Weißen gegen Hannover nicht zu erkennen. «Mit einer solchen Leistung brauchen wir gar nicht nach Berlin zu fahren. Da bleiben wir lieber zu Hause», sagte Podolski vor dem bevorstehenden Auftritt beim Tabellenletzten Hertha BSC. Und verliert der FC auch dort, heißt es: Willkommen im Abstiegskampf!


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Kommentare 1 - 4 of 4
Der arme Poldi! Vielleicht sollte man in seinem Namen noch um ein paar Spenden bei den Kölner Fans für Tempos betteln, wenn er demnächst Weinkrämpfe auf dem Platz bekommt, weil seine Mitspieler ihn nicht gut genug ins Spiel bringen.
Was die Kölner mit ihren Fans "vorspielen" grenzt an Verarschung. Eigentlich müßten die ihre Eintrittskarten verschenken statt den Leute für dieses miese Schauspiel noch Geld aus der Tasche zu ziehen. Bewundere die leidensfähigen Fans, die tausendmal besser sind als ihr Verein. Diese Fans hätten echt was Besseres verdient.
Und was wurde über die Bayern gelästet, weil sie dem Kölner Speckprinzen nicht mehr als den Job des "Bankwärmers" zutrauten.
So eine Niete wäre ich auch gerne(Poldi).
Sieht so aus als ob der FC Bayern recht hatte als man sich von der Niete Podolski wieder trennte und ihn nach Hause (Koeln) schickte. Er ist jetzt beim FC Koeln immer noch die gleiche Niete! Podolski wird jetzt natuerlich schon bald die Schuld fuer sein Versagen beim FC Koeln suchen, wie er das auch beim FC Bayern getan hat. Es ist ja immer die Schuld von anderen, niemals von Lucas Podolski!
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