Eurosport - Mi 01.Jul. 13:03:00 2009
Ex-Profi Patrik Sinkewitz belastet Quick-Step-Teamchef Patrik Lefévère schwer und unterstellt ihm und seinen ehemaligen Teamärzten in der belgischen Mannschaft systematisches Doping. Auf dem Programm stand das volle Programm: Cortison, Synacthen, Wachstumshormone sowie EPO.
Nach Recherchen des ZDF-Magazins "Frontal 21" hat Sinkewitz vor der WADA schwere Doping-Vorwürfe gegen seinen ehemaligen (und weiter amtierenden) Team-Manager Lefévère sowie die Ärzte erhoben. WADA- Generalsekretär David Howman räumte gegenüber "Frontal 21" ein, dass das Protokoll der Sinkewitz-Aussage vom November 2007 erst in der vergangenen Woche, eineinhalb Jahre später, an den Internationalen Radsportverband UCI weiter geleitet worden sei.
Sinkewitz erklärte laut WADA-Protokoll, dass die Quick-Step-Ärzte ihm vor wichtigen Rennen Cortison in den Arm injiziert hätten. Er habe von den Ärzten außerdem Synacthen, Wachstumshormone sowie das Blut-Dopingmittel EPO erhalten. "Sie nahmen regelmäßig Blutproben, um die Hämatokritwerte zu messen und passten die EPO-Dosen den jeweiligen Werten an", erklärte Sinkewitz laut WADA-Protokoll.
Dopingmittel nach Plan
Detailliert berichtet der Radprofi, der in den Genuss der Kronzeugen-Regelung kam und nach langer Suche wieder einen Arbeitsplatz im drittklassigen tschechischen Whirlpool-Team fand, von einem geheimen Trainingslager von Quick-Step im Mai 2004 in Andalusien. Bei seiner Ankunft habe er von einem der Teamärzte einen Einnahmeplan mit den zugehörigen Doping-Präparaten erhalten. "Ich wusste aufgrund der konkreten Vorgaben des Arztes, wann ich welche Dopingmittel einzunehmen hatte und hielt mich auch daran", sagte Sinkewitz.
Der 28-jährige Hesse gestand, 2006 nach dem Tour-Prolog mit zwei weiteren Fahrern des früheren T-Mobile-Teams Blut-Doping in der Uni- Klinik Freiburg unter Anleitung der Teamärzte Lothar Heinrich und Andreas Schmid vorgenommen zu haben. 2007 war er dazu des Testosteron-Dopings überführt worden.
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Kommentare 1 - 12 of 32
Ich hoffe dass kein Deutscher TV Sender sich erdreisten wird die TDF dieses Jahr zu zeigen da es in ihren Reportagen eh nur um Doping geht und das Thema langweilt..
Ich würde vorschlagen dass man Profiradsport in Deutschland verbieten sollte und auch Deutschen Fahrern verbieten sollte Profiradsport zu betreiben.
gedopt wird immer und überall... wenn die mal hier und da einen erwischen, dann waren die ärzte einfach nicht gut genug oder einfach durch druck zu leichtsinnig. aber was soll`s, habt ja von KOHL gehört, wie oft er erwischt wurde und wie oft er hätte erwischt werden müssen... einen sieger wird es immer geben und damit rattert doch die geldmaschine. was dadurch alles finanziert werden kann ist sagenhaft... forschung und entwicklung ist nie verkehrt ;) hier sogar in zwei richtungen: ursache und wirkung! die ganze ausrüstung, die ganze organisation, fernsehsender. aber mal ehrlich, die tour ist eines der berüchtigsten sportereignisse überhaupt und fast egal, wer am ende gewinnt, es macht trotzdem spass zuzuschauen, vor allem, wenn es spannend ist wie z.B. beim letzten Giro. in diesem sinne ich freu mich auf die tour, QS wird wahrscheinlich eh nicht viel zu melden haben, wenn boonen wirklich nicht dabei ist.
Durchaus möglich, dass alles so war. Der Ablauf der Geständnisse stört mich aber und das drum herum. Da wird von 'Auspacken' geredet, Rennställe belastet mit ihren Ärzten, man will an die 'Hintermänner', gibt Impulse für das moralische Frontal 21, lässt sich im Sportstudio einladen etc...aber in Wirklichkeit geschieht kaum etwas. Wofür eigentlich Kronzeuge? Was hat Sinkewitz bewirkt? Ist jemand verurteilt worden oder suspendiert? Infolge seines Auspackens? Vielleicht können mir andere ja in diesem Forum helfen. In der Zwischenzeit lachen sich die restlichen Sportarten halbtot über die Seöbstzerfleischung im Radsport.
Schön, dass es bei Whirlpool kein Doping gibt.
Sinkewitz ist glaubhaft. Ich habe das Märchen auch nie geglaubt, dass es den Teamkameraden oder Teamärzten nicht auffällt, wenn ein Fahrer plötzlich mit diversen Einstichstellen auftaucht. Endlich erfährt man einmal konkreter, was so alles schon bekannt ist. Das das nicht weitergeleitet wurde, spricht natürlich für den Willen zur Aufklärung. Schwach, aber das ist ja nichts neues.
aber eigentlich nervts nur ,diese bloede doperei ,andererseits muss man sagen wie daemlich sind die eigentlich ??
nach den ganzen skandalen und proben die dadurch gemacht werden muss man doch ganz schoen bekloppt sein zu glauben das man selbst nicht erwischt wird!!
er sollte vor seiner eigenen tuer den dreck wegkehren ,da liegt genug rum .nich auf andere los gehen um von sich abzulenken
Ich glaube nicht das QS noch ausgeladen werden kann! allerhöchstens wird ihnen klargemacht, dass ihre Anwesenheit nicht weiter erwünscht ist.
Wow nur 18 monate haben die gebraucht um ein Aussageprotokoll weiterzuleiten!!!!!!!!!!!!! Man denen ist es aber echt ernst mit dem Antidopingk(r)ampf
Ulle als Besenwagen-Erster, sorry, leider ist im Moment nicht drin, gegen die ganzen Vollblutdoper :(
Es wird das Jahr kommen wo um die Tour mal keine Skandale, falls man das überhaüpt noch als solche bezeichnen kann, auskommt...
Könnte man Quick Step nicht schnell noch ausladen von der Tour ? oder, wenn nicht, dann den Ulle dafür einladen ?
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