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Sieg für Michaels-Beerbaum beim CHIO

Di 01 Jul, 18:57 Uhr


Aachen (dpa) - Ein deutliches Zeichen durch Meredith Michaels-Beerbaum, Aufatmen bei Christian Ahlmann: Der Eröffnungstag beim CHIO in Aachen lief für die deutschen Springreiter optimal.

Während Michaels-Beerbaum ihren Sieg im Hauptspringen des Auftakttages bejubelte, atmete ihr Kollege Ahlmann auf, weil sein Olympiapferd Cöster nach einer Verletzungspause den Belastungstest bestanden hat. «Er ist sehr gut gegangen», sagte Ahlmann.

Zufrieden war auch die Gewinnerin: «Ich habe am Ende noch Gas rausgenommen und den anderen noch eine Chance gelassen, aber die haben sie nicht genutzt.» Michaels-Beerbaum hängte beim wichtigsten Reitturnier der Welt die versammelte Konkurrenz gleich zum Auftakt ab und siegte mit hauchdünnem Vorsprung.

Die Seriensiegerin der vergangenen Monate, die Anfang Juni als erste Frau die deutsche Meisterschaft gewonnen hatte, blieb mit ihrem Wallach Checkmate in 76,01 Sekunden fehlerfrei und ließ den Franzosen Roger-Yves Bost mit Ideal de Murier mit einem Abstand von 1/100 Sekunde hinter sich. Neben der 38-jährigen Europameisterin überzeugten auch einige deutsche Nachwuchsreiter. Christoph Brüse (Wachtberg) kam mit Audry (76,73) vor Mario Stevens (Molbergen) mit Mac Kinley (76,82) auf Platz drei.

Mindestens genauso glücklich wie die Siegerin war Ahlmann. Sein Olympiapferd Cöster drehte nach der Pause wegen einer rätselhaften Verletzung beim CHIO seine erste Runde und erwies sich wieder als putzmunter. So konnte der Doppel-Europameister von 2003 nach den Sorgen der zurückliegenden Wochen aufatmen und darf nun damit rechnen, dass er am Abschlusstag des CHIO für das deutsche Olympia- Team nominiert wird.

Ahlmann ritt im Eröffnungsspringen eine vorsichtige Runde mit Cöster und nahm die zwei Strafpunkte wegen Zeitüberschreitung in Kauf. Für den 33-Jährigen aus dem westfälischen Marl ging es nicht um den Sieg, sondern um einen Belastungstest für Cöster. «Das war schon ein Schock», sagte Ahlmann zu der Rückenverletzung, die sich der Wallach beim Turnier in Cannes zugezogen hatte.

«Es war wohl eine Art Hexenschuss», sagte Ahlmann. «Das hat er noch nie gehabt.» Eine Physiotherapeutin für Pferde löste das Problem, seit Dienstag sind die Sorgen verschwunden. «Ich starte mit Cöster nur, wenn er richtig fit ist», sagte Ahlmann, der mit seinem Pferd in Topform als gesetzt für das Olympia-Team gilt. Wie Ahlmann ließen es auch die anderen deutschen Olympia-Kandidaten Ludger Beerbaum (Riesenbeck) und Marco Kutscher (Riesenbeck) noch ruhig angehen. Das Trio ist wie Michaels-Beerbaum für Olympia gesetzt.

 

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