Eurosport - Mo 01.Jun. 14:05:00 2009
"Nur ein Jahr, dann sind wir wieder da" skandierten die Nürnberg-Fans am 17. Mai 2008, nachdem Marcelo Bordon den "Club" mit seinen beiden Treffern für Schalke in die Zweitklassigkeit geschossen hatte. Und die Anhänger des 1. FC Nürnberg sollten Recht behalten.
Etwas mehr als ein Jahr nach dem Abstieg ertönte an gleicher Stelle "Nie mehr Zweite Liga" und ließ das Stadionrund erbeben. Die Nürnberger sind zurück im Fußball-Oberhaus. Für die Stadt und die Region ein wichtiger Schritt. "Über Nürnberg lacht heute wieder die Sonne." Schulbürgermeister Klemens Gsell benötigte eine neue Wortschöpfung, um die Stimmung in der Frankenmetropole in Worte zu fassen: "Nürnberg ist eine Aufsteiger-Stadt."
Dieser Funke sprang in der Saison auch auf die Mannschaft über. "Wir sind zu Hause eine Macht", sagte Daniel Gygax. Und Raphael Schäfer unterstrich den großen Anteil des "Zwölften Manns" am Erfolg: "Diese sensationellen Fans haben den Aufstieg verdient."
Friedliche Partystimmung auf den Rängen
Auch gegen Cottbus bewiesen die Club-Fans über 90 Minuten stimmgewaltig ihre Erstklassigkeit. Bei den Gesängen übernahmen sie allerdings die Vorsicht und Zurückhaltung der Mannschaft: Erst nach Eiglers Traumtor zum 1:0 wurde "Der FCN ist wieder da" angestimmt - durchaus verständlich, hatte man sich doch 1999 bereits mit einer großen Klassenerhaltsparty zu weit aus dem Fenster gelehnt. "Von Euphorie war vor der Partie wenig zu spüren, die Alt-Spieler haben auf die Bremse getreten", sagte Stefan Reinartz. Schließlich war der Druck, der auf den Schultern des Teams lastete, enorm hoch. "Man gewinnt 3:0 und kann im Rückspiel nur noch alles verlieren", so Keeper Raphael Schäfer.
Nach dem Abpfiff gab es dann kein Halten mehr: Während im Stadion 50.000 Fans den Rasen stürmten, sich Andenken sicherten und ausgelassen feierten, verteilten die Spieler im Pressebereich anstelle von Interviews Sektduschen an die Journalisten. Anschließend ließen sie sich auf dem Oberrang von den Massen feiern. Javier Pinola zeigte sich zu Tränen gerührt: "Letztes Jahr habe ich wegen einer Katastrophe geweint, jetzt weine ich, weil wir unser Ziel erreicht haben."
Trainer als Kumpel
Vater des Erfolgs ist Michael Oenning - doch der 43-Jährige ist für seine Spieler eher Kumpel als Vaterfigur: "Der Trainer ist sehr nah bei den Spielern, er ist kumpelhaft ist aber dennoch autoritär", so Gygax. "Er hat den Laden im Griff", unterstrich auch Schäfer die Autorität des Coaches. Und so feierte der Sympathieträger umringt von seinen Spielern, ließ sich von den Anhängern bejubeln und musste so manche Bierdusche über sich ergehen lassen.
Oenning hat das Team zu einer Einheit geformt, das zeigte sich auch beim Torjubel: Während alle Spieler das 1:0 von Eigler geschlossen bejubelten, lief Torschütze Marek Mintal nach seinem Treffer geradewegs zum verletzten Kapitän Andi Wolf. "Diese Mannschaft wird den Fans nächstes Jahr viel Freude machen", wagte der Trainer eine Prognose. Angesichts dieses Zusammenhalts kann Martin Bader entspannt in die Zukunft schauen: "Die Rückrunde hat gezeigt, dass wir mit diesem Team durchaus in der 1. Liga bestehen können. Wir werden lediglich zwei bis drei Spieler ergänzen", sagte der Sportdirektor. "Die Spieler sollen jetzt erst mal drei Tage feiern, dann werden wir alles daran geben, die Klasse zu halten."
Schwere Zeiten für Cottbus
Weit angespannter ist die Situation bei Energie Cottbus. Gleich mehrere Spieler müssen nach dem Abstieg ersetzt werden. Zusätzlich sind die Lausitzer auf der Suche nach einem neuen Trainer: Für Bojan Prasnikar war der Auftritt in Nürnberg der letzte im Auftrag von Energie. Nachdem die Anhänger dem 56-Jährigen auf einem Banner bereits in der Halbzeit auf serbisch "Auf Wiedersehen" gesagt hatten, wirkte der Abschied des Trainers vom Verein dann auch eher unterkühlt: Eine Stunde nach Abpfiff sagte er, er habe sich bereits von der Mannschaft verabschiedet und wünsche dem Verein im kommenden Jahr alles Gute.
So stehen beiden Teams schlaflose Nächte bevor: Während Energie Cottbus für die Zweite Liga umstrukturiert, werden die Nürnberger, wenn es nach Torschütze Eigler geht, "die Stadt zum Beben bringen".
Kommentare 1 - 14 of 14
Hurra ! Endlich mal wieder Erste Bundesliga ohne Ossis !
yeah cottbus ist abgestiegen yeah yeah
.....i nix versteh wo i Nürnberger
.....i nix versteh wo i Nürnberger
Bei einigen dummen Kommentaren über Ost und West muss man sich schämen ein Deutscher zu sein.reinhold p streng deinen Grips mal an.
Leute macht die Augen auf.Ich grüsse und küsse euch mit meinem Herzen.Ich bin froh das Ossiskossis nicht mehr Liga 1 spielen.Ich denke Nürnberg ist beste Stadt in Bayern.Endlich ist Nürnberg wieder da.Ich glaube nix das Nürnberg absteigen wieder.Die haben Tradition,grosse Fans und Stadion.Die haben Geld.Machen ein paar gute Transfer ist gut.
Aber diese Ossikossisvereine immer beschimpfen Ausländer.Warum.Warum sind die Leute so komisch in Ossiland.Ich nix wissen.Für weitere Fragen stehe ich zur Verfügung.
Schöne grüsse an Frau Merkel und Dieter Bohnen.
Danke Nürnberg !
Endlich spielen keine ehemaligen "DDR"-Vereine mehr in der 1. Bundesliga.
Wenn der drittletzte der 1. Liga gegen den 3. der 2.Liga 0:5 untergeht, dann
spricht das nicht für die Qualität der 1. Liga.
Mein Vorschlag für die ehemaligen "DDR"-Vereine ( Leipzig, Dresden, Magdeburg usw. usw. ) :
Gründet wieder eine "DDR"-Liga - so wie in alten Zeiten.
Dresden - Leipzig ist doch ein Zuschauer-Knaller. Da kommen 20.000 Zuschauer.
Wolfsburg II - Dresden wollen höchstens 900 sehen. Davon 800 aus Dresden.
Wie sagte schon unser Altkanzler H. Kohl : Im Osten entstehen blühende Landschaften ......
Den Fussball im Osten kann er damit nicht gemeint haben !
Nürnberg steigt sowieso wieder ab,die Mannschaft ist zu jung.
Herzlich Willkommen FCN.
Berlin - Cottbus die Duelle gehen weiter.
In der nächsten Saison spielt Union - Energie.
Relegationsspiele find ich voellig unnoetig. Kann nicht sein, dass eine Mannschaft eine ganze Saison miserabel spielt und am Ende doch noch die Chance kriegt sich zu retten. Andererseits kaempft eine andere Mannschaft die komplette Saison um den Aufstieg und scheitert an einer schlechten Tagesform oder was auch immer in den zwei Relegationsspielen. Das gehoert abgeschafft.
Glueckwunsch an Nuernberg, verdient ist der Erfolg ohne Frage.
Herzlichen Glückwunsch dem Club aus Nürnberg zum Wideraufstieg. Ich freue mich auf ein Wiedersehen.
Das war verdient!
Nach holprigem Anlauf am Anfang der Saison hat der Club in der Rückrunde eine phänomenale Aufholjagd gestartet. Junge Talente und Routiniers ergänzen sich prima zu mannschaftlich geschlossener Kompaktheit mit enormer Durchschlagskraft. Da können viele Vereine nur neidisch zum Club herübersehen.
Da muss dem Clubfan auch nicht Angst werden, ob sein Verein in der Ersten Liga bestehen kann. Wir sind wieder erstklassig - im wahrsten Sinne des Wortes.
Diejenigen etablierten Erstligavereine, die den Club als willkommene Punktelieferanten unterschätzen, werden sich wohl noch wundern ...
Cottbus sind solche Flaschen die sollen unten bleiben...
und Nürnberg oben...
ahgu
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