3. Liga - Paderborn steigt auf, Osnabrück trauert

Eurosport - Mo 01.Jun. 18:21:00 2009

Ausgelassener Jubel bei Paderborn, Tränen bei Osnabrück: Der SC Paderborn hat dank des Treffers von Frank Löning (63.) die Rückkehr in die 2. Bundesliga gefeiert und den gastgebenden VfL in die Drittklassigkeit gestoßen. Das Team aus Ostwestfalen gewann auch das Relegations-Rückspiel mit 1:0.

FOOTBALL 2008-2009 Relegation Paderborn Osnabrück-Paderborn Löning - 0

Wie schon im Hinspiel war Paderborn dem VfL spielerisch überlegen und konnte sich auch mehr Chancen herausarbeiten als der Gegner. "Der Aufstieg ist absolut verdient. Wir wussten, dass wir irgendwann unser Tor machen", analysierte SCP-Trainer André Schubert nach der Partie.

Dagegen war Osnabrücks Coach Claus-Dieter Wollitz die große Enttäuschung anzumerken. "Ich trage die Verantwortung. Wenn man verliert, ist man für Teile des Publikums der Sündenbock", erklärte er und ging mit seinem Team hart ins Gericht: "Es ist schade, dass einige Spieler nicht gezeigt haben, was in Osnabrück entscheidend ist. Hingabe, Leidenschaft." Ob er auch in der 3. Liga Trainer der Niedersachsen bleibt, ist ungewiss.

1. Halbzeit:

Mit viel Engagement und Leidenschaft gingen beide Mannschaften vor 16.000 Zuschauern in der ausverkauften osnatel-Arena ins Relegations-Rückspiel. Schon in der vierten Minute übertrieb es jedoch der Paderborner Jovan Damjanovic mit seinem Einsatz und sah nach einem Foul an Tom Geißler die erste Gelbe Karte. Spielerisch taten sich sowohl die Osnabrücker als auch der SCP sehr schwer. Immer wieder beendeten Abspielfehler viel versprechende Angriffsversuche. Die erste Chance des Spiels vergab der Paderborner Enis Alushi in der 18. Minute, als er von der Strafraumgrenze an VfL-Torwart Tino Berbig scheiterte.

Die Gäste blieben auch weiterhin das gefährlichere Team, während man den Osnabrückern den Druck ansah, nach der 0:1-Hinspielniederlage unbedingt gewinnen zu müssen. Die erste Möglichkeit des VfL vergab Stürmer Thomas Reichenberger, der nach einem langen Pass von Geißler knapp am linken Pfosten vorbeischoss (28.). Diese Aktion gab den Niedersachsen etwas mehr Selbstvertrauen. Allerdings konnten sie sich in der ersten Hälfte keine klaren Torchancen mehr erarbeiten, so dass es beim 0:0 blieb.

2. Halbzeit:

Es waren erst 20 Sekunden nach Wiederanpfiff gespielt, als Matthias Holst VfL-Stürmer Reichenberger im Strafraum zu Fall brachte und Schiedsrichter Dr. Felix Brych zurecht auf Strafstoß für Osnabrück entschied. Doch Kapitän Thomas Cichon - normalerweise ein sicherer Elfmeterschütze - vergab die große Chance, in der Addition beider Spiele auszugleichen. Er scheiterte an SCP-Torwart Kaspar Jensen mit einem unplatzierten Schuss (47.). Trotz dieses Rückschlags blieben die Osnabrücker die offensivere Mannschaft, während die Gäste aus Paderborn sich immer weiter zurückzogen und auf Kontermöglichkeiten warteten.

Schon nach gut einer Stunde zahlte sich diese Taktik aus. Nach Vorarbeit von Sercan Güvenisik traf Frank Löning, der bereits das Hinspiel mit seinem Tor entschieden hatte, zur Paderborner Führung (63.). Der VfL benötigte nun drei Treffer, um den Abstieg in die 3. Liga noch zu verhindern. Allerdings saß der Schock des Gegentreffers bei den Spielern zu tief, um noch einmal alles zu riskieren. Gäste-Torwart Jensen musste nur noch einmal eingreifen, als Marvin Braun in der 85. Minute aus 17 Metern auf das Tor schoss. Während für den VfL nun der bittere Abstieg besiegelt ist, kehrt der SC Paderborn nach nur einem Jahr in der Drittklassigkeit wieder zurück in die Zweite Liga.

Spieler des Spiels: Frank Löning

Nach seinem Treffer im Hinspiel avancierte der Stürmer auch im Rückspiel mit seinem Goldenen Tor zum Aufstiegshelden des SC Paderborn.

TV-Tipp:

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Tobias Wiltschek / Eurosport

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