Kohl gesteht Bluttransfusionen

Eurosport - Mi 01.Apr. 09:38:00 2009

Bernhard Kohl hat seinen ehemaligen Manager Stefan Matschiner öffentlich schwer in Bedrängnis gebracht. Der des Dopings überführte und für zwei Jahre gesperrte Österreicher gab auf einer Pressekonferenz in Wien zu, dass er seit seinem ersten Kontakt mit Matschiner im Jahr 2005 dopt.

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Kohl gab laut "APA" außerdem zu, Kunde der Wiener Blutbank Humanplasma gewesen zu sein. Er sei mit Matschiner dreimal in der Plasmapherese-Station gewesen, um dort Blutdoping vorzunehmen. Die letzte Bluttransfusion habe im September 2008 stattgefunden. Insgesamt habe er "rund 50.000 Euro" für die Dienste seines Ex-Managers gezahlt, gab Kohl zu.

"Ich habe alles gesagt, was ich zu Matschiner und meinem CERA- Lieferanten sagen kann. Mein CERA-Lieferant war nicht Matschiner. Ich habe alle Namen, alle mir bekannten Hintermänner genannt, will diese aber aufgrund der laufenden Ermittlungen nicht öffentlich machen", erklärte Kohl. Laut seinem Anwalt Manfred Ainedter war Humanplasma der "Ausgangspunkt, dort wurde Blutdoping betrieben".

Matschiner war in der vergangenen Woche von einer wegen Dopings gesperrten Athletin schwer belastet worden. "Es besteht der dringende Verdacht der Weitergabe von Doping-Mitteln", sagte der Sprecher der Staatsanwaltschaft Wien, Gerhard Jarosch.

Teilgeständnis von Matschiner

Noch vor der Kohl-Pressekonferenz hatte Matschiner nach Angaben seines Anwaltes die Beteiligung an Bluttransfers für Kohl eingeräumt. Er habe aber zugleich angegeben, dass er keine Dopingpräparate wie EPO an die Triathletin Lisa Hütthaler und Kohl weitergegeben habe, sagte Matschiners Anwalt Franz Essl. Matschiner sei mehrere Stunden von Beamten der "Sonderkommission Doping" des Bundeskriminalamtes Wien vernommen worden, erklärte der Salzburger Anwalt.

"Bei der umfassenden Hausdurchsuchung im Wohnhaus von Matschiner in Laakirchen wurden nach Angaben der Ermittler aber keine Dopingmittel oder Ähnliches vorgefunden", sagte Essl. Das Landesgericht für Strafsachen in Wien werde vermutlich an diesem Mittwoch über die Verhängung der U-Haft über Matschiner entscheiden.

dpa / Eurosport

Kommentare 1 - 3 of 3

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  1. @ florian--Die Arschkarte zieht immer der Sportler. Er­ hat gedopt. Auch wenn er es unter Druck gemacht hat.­ Und Schuld ist nur das verfluchte Geld. Die­ Hintermänner ziehen ihren Kopf aus der Schlinge. Ich­ habe noch nicht gehört, dass einer von denen belangt­ wurde. Die setzen skrupellos die Gesundheit der­ Sportler aufs Spiel. Nur um Schotter zu machen. Ich­ würde bei diesem Saupack mal aufräumen. Die würde ich­ mal mit dem Zeug vollpumpen, bis ihnen die Zunge­ raushängt. Allen voran Pevenage. Das ist ein ganz­ verkommenes Subjekt. Weg mit dem Gesindel.

    Von Manni, am Mi 1.Apr. 19:24
  2. Ich habe heute in den Nachrichten gehört das auch die­ Namen Christian Hoffmann (Langlauf) und Georg Totschnig­ (ex.Radprofi) gefallen sind!
    Da bin ich noch richtig­ gespannt was da noch so kommen wird!
    Schöne Grüße aus­ Tirol!!!!!

    Von patricgruner, am Mi 1.Apr. 11:25
  3. das wär ja mal ein erster erfolg wenn jemand wirklich­ mal hintermänner nennt. nur ob gg diese vorgegangen­ wird steht in den sternen denn diese haben geld und­ sind einflussreich...

    Von freshflizz, am Mi 1.Apr. 8:12
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