Bundesliga - Bayer lässt "Big Points" liegen

Eurosport - So 01.Feb. 12:36:00 2009

Bayer Leverkusen dominierte Borussia Dortmund beim Rückrundenstart in die Bundesliga in der zweiten Halbzeit zwar klar, ließ beim 1:1-Unentschieden aber erneut wichtige Punkte im Kampf um einen Champions-League-Platz liegen.

FOOTBALL 2008-2009 Bundesliga Dortmund-Leverkusen - 0

Gegenseitiger Respekt gehört wohl zu den grundlegendsten Notwendigkeiten einer Gesellschaft. Lediglich auf dem Fußballplatz kann dieser Respekt schon einmal zu einem Übermaß an Vorsicht und Langeweile und damit dazu führen, dass sich zwei Mannschaften zunächst völlig ihrer durchaus vorhandenen Möglichkeiten berauben.

So, wie es Borussia Dortmund und Bayer Leverkusen zum Rückrundenauftakt, von ein, zwei Ausnahmen in den ersten zwanzig Minuten abgesehen, geschehen ließen. Vor allem bei Bayer war kaum etwas zu sehen vom bestechenden Hochgeschwindigkeitsfußball, wie ihn die Labbadia-Elf noch drei Tage zuvor gegen Cottbus zelebriert hatte. Die Borussia wiederum hatte zwar in Winter-Neuverpflichtung Kevin-Prince Boateng und im von einer Grippe genesenen Patrick Owemoyela zwei besonders motivierte und einsatzfreudige Spieler in ihren Reihen.

Glückliche Führung

Das aber konnte auch nicht darüber hinwegtäuschen, dass mit dem Polen Jakub Blaszczykowski und dem Ungarn Tamas Hajnal die Kreativ-Abteilung fehlte. Zwar war die BVB-Führung durch Alexander Frei in der 36. Minute nicht völlig unverdient, weil man sich zu diesem Zeitpunkt ein wenig mehr um Struktur mühte, fiel letztlich aber doch auch ein wenig glücklich. Owomoyela hatte mit einer Energieleistung Leverkusens Lukas Sinkiewicz fast auf der Grundlinie zu einem kapitalen Fehler gezwungen. Der Ball prallte zu Frei, der aus fünf Metern keine Mühe hatte, mit dem Kopf die Halbzeitführung zu erzielen.

Ein völlig anderes Bild bot sich dann nach dem Wechsel. Vom Wiederanpfiff an spürte man den Willen bei Leverkusen, diese Partie nicht nur nicht zu verlieren, sondern möglichst auch noch zu gewinnen.

Helmes liefert Beweis

Von Minute zu Minute erhörte Bayer nun die Schlagzahl. Nationalstürmer Patrick Helmes, der in der 48. Minute an BVB-Keeper Roman Weidenfeller scheitere, lieferte sogleich den augenscheinlichen Beweis für die angestrebte Aufholjagd. Die Borussia wurde nun phasenweise in der eigenen Hälfte eingeschnürt und konnte lediglich durch einen Kopfball-Aufsetzer von Frei in der 57. Minute noch einmal ein wenig für scheinbare Entlastung sorgen. Schon sechs Minuten später aber brachte der ständig zunehmende Druck der Bayer-Kicker den verdienten Ausgleich, den Helmes nach brillanter Vorarbeit von Barnetta erzielte.

In der Folge spielte sich Bayer beinahe in einen Rausch. Wie schon einige Male auch in der Hinrunde (etwa auch zum Saison-Auftakt bei der 2:3-Heimiederlage gegen den BVB) ließ man es auch diesmal aber wieder an der nötigen Präzision und Kaltschnäuzigkeit vermissen. Barnetta, Renato Augusto, Kießling oder Rolfes - sie alle hätten das Spiel in den letzten zwanzig Minuten, als der BVB von einer Hilflosigkeit in die nächste stolperte, zugunsten des Werksklubs entscheiden können, nein müssen.

Klopps exklusive Meinung

Verständlich daher der deutliche Frust von Trainer Bruno Labbadia, der nach Abpfiff bekannte: "Wir haben Dortmund teilweise extrem in der eigenen Hälfte eingeschnürt und viele Torchancen herausgespielt. Doch wir haben uns für unseren Aufwand am Ende nicht belohnt." Eine Analyse, die den Nagel auf den Kopf traf, während sein Pendant Jürgen Klopp seine Meinung, auch der BVB habe berechtigten Grund wegen verschenkter Punkte unzufrieden zu sein, an diesem Nachmittag wenigstens unter den objektiven Zuschauern exklusiv gehabt haben dürfte.

"Wir sind mit dem Punkt nicht zufrieden", so Klopp. Denn "in der ersten Halbzeit haben wir nicht nur körperlich, sondern auch fußballerisch Akzente setzen können." Wie gesagt eine sehr exklusive Meinung des Fußballlehrers, der sonst mit seinen Analysen eigentlich eher selten übers Ziel hinaus schießt. Möglicherweise aber auch schlichtweg der Versuch eines Trainers, seine ersatzgeschwächte Mannschaft nach einer mehr als durchschnittlichen Woche mit Pokal-Aus und dem schon siebten Heim-Unentschieden nun ein wenig aus der Schusslinie zu nehmen.

Aus Dortmund berichtet Andreas Kötter / Eurosport

Kommentare 1 - 2 of 2

Kommentare sortieren: Aktualität
  1. so redet nur jemand, der zum ersten mal fussball­ guckt!!! aber eines stimmt schon: wie viel glück man­ hat spielt keine rolle nur das resultat....leverkusen­ steht immer noch im internationalen bereich, hat­ nationalspieler ohne ende, junge/talentierte truppe,­ erfolgreich!...was will man mehr. das erste spiel ist­ nur zum einstudieren, bald folgen die siege und dann­ wirst du schon noch sehen!!!!

    Von Baria, am So 1.Feb. 14:32
  2. haha bayer wie bayern genau gleich unfähig sry ist aber­ so, bei dem schwerem auswertsspiel so viele chance aus­ zu lassen, habe beide spiele gesehen grenz schon an­ dummheit !!
    mindest hat bayer noch denn punkt geholt,­ bayern hat sich ja komplett blamiert, mit no mehr­ klareren chance als bayer verloren ! die 2 lachnummern­ des neuen jahres ! gewinnt, hsv hertha !!
    und schlake­ hat sich ganz aus dem titel rennen verabschiedet, das­ könnte heut auch bremen pasieren!!
    was für ein zufall­ das bayern nun gegen bvb spielt, lassen die noch mal so­ viele chance aus wie gegen den hsv und gat der bvb mal­ einen richtig guten start, wieivle glück man hat spielt­ keine rolle nur das resultat !!

    Von David, am So 1.Feb. 10:59
Kommentare sortieren: Aktualität

Kein Yahoo! User? Kostenlos .