Bundesliga - Arminia schafft Überraschung

Eurosport - So 01.Feb. 20:35:00 2009

Mit dem 2:1 (1:1)-Auswärtserfolg bei Werder Bremen hat Arminia Bielefeld die lange Flaute von 25 sieglosen Auswärtsspielen beendet. Thorben Marx (24.) und Artur Wichniarek (49.) sorgten mit ihren Treffern für den Dreier, Hugo Almeida (45.) traf für die Gastgeber zum zwischenzeitlichen Ausgleich.

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Durch den unerwarteten Erfolg in der Fremde sammeln die Ost-Westfalen wertvolle Bonuspunkte im Abstiegskampf. "Jetzt wird endlich diese leidige Diskussion aufhören", freute sich Trainer Michael Frontzeck über das Ende der schwarzen Serie. Die Arminia rangiert weiterhin auf Platz 14, hat jetzt allerdings bereits vier Zähler Vorsprung auf den Relegationsplatz.

Bei Bremen sind dagegen schon nach dem ersten Rückrundenspieltag wieder alle guten Vorsätze fürs neue Jahr dahin. Bremen fällt auf Rang zehn zurück und ist jetzt schon sieben Punkte vom Minimalziel Uefa-Cup-Platz entfernt. "Wir wollten den verlorenen Boden aus der Hinrunde gutmachen - der Schuss ist heute nach hinten losgegangen", meinte der enttäuschte Manager der Bremer, Klaus Allofs, nach Spielende.

1.Halbzeit:

Die Bremer kamen vor rund 38.000 Zuschauern im Weserstadion zunächst gut in die Partie und übernahmen schnell die Initiative im Mittelfeld. Sehr bald wurde allerdings deutlich, dass es nicht einfach sein würde den Bielefelder Abwehrriegel zu knacken. Bis auf Wichniarek zogen sich die Gäste weit zurück, standen dicht in der eigenen Hälfte und lauerten auf Konter. Trotz optischer Überlegenheit der Hausherren hatten die Ost-Westfalen dann auch die erste Möglichkeit. Bei einem Gegenstoß übersah Michael Lamey (20.) allerdings den mitgelaufenen Wichniarek und entschied sich dann für die schlechtere Variante, denn der Schuss aus spitzem Winkel verfehlte das Bremer Gehäuse.

Die Gäste wirkten mit den seltenen Kontern weitaus gefährlicher als die Schaaf-Elf und ihre mühsamen Offensivbemühungen. Die logische Konsequenz in der 24. Minute: Der fleißige Lamey war über seine rechte Seite einmal mehr Gegenspieler Dusko Tosic enteilt und bediente mustergültig Thorben Marx (24.), der zur Bielefelder Führung vollendete. Die Bremer waren im Anschluss zwar bemüht, fanden aber mit den zahlreichen ungenauen Flanke weiter kein geeignetes Rezept, um die Hintermannschaft des Außenseiters in Verlegenheit zu bringen.

Deshalb musste schon eine Standardsituation für den Ausgleich herhalten. Nach einem Ballgewinn von Markus Rosenberg rutschte der aufmerksame Gäste-Keeper Dennis Eilhoff unglücklich mit dem Ball über die Strafraumgrenze. Den fälligen Freistoß verwandelte Hugo Almeida (45.) mit einem unnachahmlichen Hammer von 109 km/h.

2.Halbzeit:

Nach der Pause das gleiche Bild. Bremen mit mehr Ballbesitz, aber ohne nennenswerte Torchancen. Die Arminen dagegen deutlich effektiver: Nach einem katastrophalen Ballverlust von Thorsten Frings im Mittelfeld bediente Christopher Katongo Wichniarek (49.), der eiskalt seinen elften Saisontreffer erzielte.

Im Anschluss zeigten sich die Werderaner kurzzeitig deutlich engagierter. Der eingewechselte Daniel Jensen (52.) sorgte für etwas mehr Schwung in der Offensive, scheiterte aber am glänzend aufgelegten Eilhoff. Daraufhin wieder viel Leerlauf im Werder-Angriff: Mesut Özil (71.) und Peter Niemeyer (80.) vergaben die größten Ausgleichsgelegenheiten für die Schaaf-Elf.

Bielefeld spielte die frühe Führung im zweiten Abschnitt perfekt in die Karten. Bis zum Schlusspfiff verdiente sich die Frontzeck-Elf mit taktischer Disziplin und hoher Laufbereitschaft den unerwarteten Auswärtserfolg redlich.

Spieler des Spiels: Dennis Eilhoff

Der schon in der Hinrunde bärenstarke Keeper der Arminen konnte auch im neuen Jahr problemlos an seine tollen Leistungen anknüpfen. Mit einigen sehenswerten Paraden und souveräner Strafraumbeherrschung trug er maßgeblich zum Auswärtssieg bei.

Martin Rösch / Eurosport

Kommentare 1 - 2 of 2

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  1. @pittjes80
    Ihr habt wahrlich keinen Grund, euch über­ den Schiedsrichter zu beschweren, nachdem ihr zwei­ Feldspieler gebraucht habt, um einen Ball im Strafraum­ wegzufausten (54.). Das war wirklich sehenswert, wie­ der eine Blaue die Hände hochreißt und daneben langt.

    Von philipplendner, am Mo 2.Feb. 16:02
  2. habt ihr das gesehen? rafati schiedsrichtergott,feift­ einfach nicht,obwohl sich die millionarios hinschmissen­ wie immer.danke, rafati,so könnte dieser wunderbare­ sport gerettet werden.

    Von pittjes80, am So 1.Feb. 23:11
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